Härtetest für die Lachmuskeln Der Frankensima stellt sein neues Programm „Da GEZ lang“ vor

Werner Reißaus
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WIRSBERG. „Da GEZ lang“, so lautet die klare Ansage und zugleich der Titel des neuen Kabarettprogramms des Frankensima Philipp Simon Goletz, der im Wirsberger Hubertushof gastierte. Der „gewürfelte Franke“ zeigte sich einmal mehr von seiner besten Seite und die Besucher hatten häufig Lachtränen in ihren Augen. Vor allem im dritten Teil seines Programms lief Goletz zu Hochform auf.

Der Frankensima, dessen Auftritt vor dem Jahreswechsel in Wirsberg fast schon Tradition ist, freute sich über den guten Besuch, obwohl es draußen „orschkolt“ war: „Su kolt wor's zwischer die Feiertoch noch nie!“ Dass die fränkische Mundart gar nicht so schwer ist, das stellte Goletz gleich zu Beginn unter Beweis: „A Ohrfeing is a drum Schelln, schmutzig is dreckert, Kreizdunnerkeil – a fränkischer Fluch und a schlanka Fraa is a derra Gaaß.“ Dann nahm er die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) ins Visier. Er bezeichnete sie als Nachfolger der Inquisition, denn mittlerweile kassiere die GEZ sogar die Registrierkassen in den Kaufhäusern und die elektrischen Springbrunnen in den Wohnzimmern ab. Dass die Fernsehgeräte sich auch den Programmen anpassen, machte Goletz ebenso deutlich: „Bei den neuen Flachbildschirmen zeigt sich, dass nicht viel dahinter ist.“ Es werde einfach zu viel „Schmarrn“ angeboten.

Ihr Fett bekam auch die Polizei, die vor dem Wirtshaus kontrolliert, weg: „Ob halb Elfa stelln sa sich im Finstern no, ober zehn Meter weiter, wu’s brenzlig wärd, schaua sa net no.“ Goletz ging außerdem auf den Unterschied zwischen der Nürnberger und der Kulmbacher Bratwurst ein: „Die, die klensten Wärschd ham, machen des größta G’schrei. Ihra drei in am Weckla sänn wärklich aweng weng.“

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