Die Mittelfranken sind eine Mannschaft der Superlative. Mit 416 erzielten Toren besitzen sie zusammen mit dem TSV Friedberg den zweitbesten Angriff der Liga. Nur die TG Landshut ist mit 446 Treffern deutlich besser. Auf der anderen Seite haben sie allerdings auch schon 418 Gegentore kassiert und stellen somit die zweitschlechteste Defensive der Liga.

Prunkstück ist der Angriff

Das Prunkstück liegt damit zweifelsohne im Angriff, weswegen Haspo-Trainer Michael Werner auch warnt: „Erlangen-Bruck hat viele gute Individualisten in seinen Reihen, die teilweise auch sehr gut aus der zweiten Reihe werfen können. Aber auch im eins gegen eins haben sie Spieler, die gut unterwegs sind.“ Daher wird eine solide Abwehrleistung nötig sein, in der jeder Spieler Laufbereitschaft an den Tag legt und bereit ist, Lücken gegen die technisch guten Gäste zu schließen. In Coburg funktionierte dies zuletzt sehr gut.

Florian Funke hat Haspo-Vergangenheit

Mit Florian Funke und Christopher Härtl stehen gleich zwei Spieler auf Brucker Seite bereit, die ordentlich Wurfkraft mitbringen. Funke dürfte den Bayreuther Fans aus seiner Zeit bei Haspo noch bekannt sein, Härtl liegt mit 84 Treffern aktuell auf dem dritten Rang der Torschützenliste. Zuletzt machte er mit zehn Treffern beim 29:28 gegen die DJK Waldbüttelbrunn auf sich aufmerksam.

Zudem muss Haspo auch zwei weitere Erlanger Waffen in den Griff bekommen. Zum einen darf man das schnelle Erlanger Konterspiel über die Außen gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen, und zum anderen müssen die Bayreuther ein Auge auf Kreisläufer Mirko Scholten haben, den die Brucker gerne bedienen.

Elf ihrer bislang 17 Punkte hat Erlangen-Bruck zu Hause geholt, darunter einen gegen Haspo im Hinspiel (29:29). Nur sechs gelangen in der Fremde. Dass man sich darauf jedoch auf gar keinen Fall ausruhen sollte, zeigte der Haspo-Gast zum Jahresauftakt, als ein 29:28-Coup in Coburg glückte.

Ziel: Zu Hause ungeschlagen bleiben

Natürlich möchte man im Haspo-Lager den zweiten Tabellenplatz festigen und zudem vor heimischer Kulisse ungeschlagen bleiben. Die personelle Lage könnte vor dem interessanten Duell besser sein. Mit Lars Baldauf, Torhüter Nick Tornow (beide krank) und Paul Saborowski (angeschlagen) fielen diese Woche gleich drei wichtige Akteure aus und ihre Einsätze sind noch nicht sicher.