Wie hätten Sie entschieden? War der Komplett-Ausfall im Busverkehr nötig?

Am Donnerstag ging im Bayreuther Stadtbus-Verkehr nichts mehr wegen Schnee und Eis. War die vorsorgliche Stilllegung unausweichlich oder überzogen? Sagen Sie uns hier Ihre Meinung.

Schnee und Eis auf den Straßen brachten am Donnerstag den Stadtbus-Verkehr in Bayreuth kurzzeitig komplett zum Erliegen. Foto: Adeline Lehmann

Für die allermeisten Nutzer des ÖPNV dürfte diese Nachricht am Donnerstag überraschend gekommen sein: Am Vormittag hatten die Stadtwerke Bayreuth den Stadtbusverkehr ab 10 Uhr vollständig eingestellt. Grund dafür waren anhaltender Schneefall und gefährliche Glätte, die insbesondere in den Außenbereichen ein sicheres Vorankommen nicht mehr zuließen. Mehrere Busse waren im Verlauf des Vormittags ins Rutschen geraten oder konnten nicht weiterfahren.

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Erst nach der Wetterberuhigung und erneuter Lagebewertung war eine Wiederaufnahme möglich. Um 12 Uhr endete der Totalausfall des Stadtbusverkehrs dann so schnell wie er begonnen hatte – wenngleich es bereits zuvor und auch danach noch Einschränkungen gab. Obwohl vergleichsweise kurz, waren diese zwei Stunden dennoch ein außergewöhnliches Ereignis.

Zwei Stunden, die es so nur selten gab

Denn in der Vergangenheit gab es eine solche Entscheidung nur in wenigen Einzelfällen und bereits seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Vor diesem Hintergrund stellen wir in unserer Umfrage dieser Woche die Frage, ob die komplette Stilllegung des städtischen Busverkehrs rückblickend tatsächlich notwendig war.

Aus Ihrer Lesersicht – womöglich sogar aus Ihrer Sicht als Betroffene – wollen wir erfahren, ob Sie hier anders abgewogen hätten zwischen wetterbedingten Sicherheitsbedenken einerseits und den Menschen, die auf die Busse angewiesen waren andererseits.

Denn nicht überall im Stadtgebiet waren die Probleme gleichermaßen gravierend. Besonders in den Außenbereichen Bayreuths sei ein sicherer Betrieb zu jener Zeit nicht mehr möglich gewesen, hieß es mit Blick auf die teils steil an- oder absteigenden Straßen. Der Routenverlauf von sieben Linien fiel darunter, auf denen es für die tonnenschweren Busse unstrittig zu gefährlich war.

Stadtwerke wollen Fahrgäste nicht gefährden

Doch hätte man jenseits dieser Strecken an den Stadträndern womöglich doch differenzieren können? Hätten die Busfahrer individuell entscheiden können, ob und wie schnell sie noch vorangekommen wären? Klar: Aus Sicht der Stadtwerke ist die Entscheidung nachvollziehbar, die Sicherheit der Fahrgäste keinesfalls zu gefährden. Doch womöglich haben Sie ja eine andere Meinung dazu, wann es tatsächlich zu gefährlich geworden wäre auf Bayreuth Straßen.