Bauen wird teurer
Keil, Prokscha und Julia Fick (Bauverein), stehen zudem beim Bauen vor einem Problem: Die neue Energieeinsparverordnung (Enev) für 2016 legt die Messlatte an Energiesparmaßnahmen so hoch, dass die gestiegene Förderung dafür nahezu aufgefressen wird. "Die Technik kostet bald mehr als der Bau des Gebäudekörpers", sagt Julia Fick, geschäftsührender Vorstand des Bauvereins. Das treibe die Grundmiete bei Neubauten auch in Richtung der Durchschnittsmiete in Bayreuth, sagt Gewog-Geschäftsführer Prokscha. Die Genossenschaften verlangten im Schnitt vier Euro Kaltmiete pro Quadratmeter bei ihren Bestandswohnungen. Bei Neubauten, wie die Gewog sie beispielsweise jetzt in der Insel als Abschluss des Projekts Soziale Stadt baue, "müssen wir in Richtung von 6,50 bis 7,50 Euro gehen", sagt Prokscha. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Miete in Bayreuth liegt zwischen 6,73 und 10,51 Euro im privaten Wohnungsbau. Prokscha sagt, die Mieten in Bayreuth seien vor allem deshalb gestiegen, weil in den vergangenen Jahren viele hochwertige Wohnungen und vor allem vergleichsweise teure Studentenwohnungen gebaut worden seien.