Wichtig für Fahrgäste Bayreuther Stadtbus-Fahrer streiken wieder

Und wieder streiken die Bayreuther Busfahrer nach einem Verdi-Streikaufruf für den städtischen Nahverkehr. Der Bayreuther Stadtwerke-Chef warnt. Was Passagiere jetzt wissen müssen.

Nahtverkehrsstreik in Bayreuth: So wie am 10. Februar konnte es auch diese Woche noch an der Bayreuther ZOH aussehen: Fahrgäste sind da – und hoffen, dass sie einen der verbliebenen Busse erwischen werden. Foto:  

Für Donnerstag hat die Gewerkschaft verdi erneut zu einem ganztägigen Warnstreik im Nahverkehr aufgerufen. Auch der Bayreuther Stadtbusverkehr ist davon betroffen – zum dritten Mal seit Mitte Februar. Fahrgäste müssen daher mit Einschränkungen rechnen, wie die Stadtwerke Bayreuth am Dienstag mitteilen.

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Streik bei Bayreuther Stadtbussen am Donnerstag

Dank der Unterstützung externer Partnerunternehmen können die Stadtwerke allerdings knapp die Hälfte ihres Angebots aufrechterhalten. Die Regionalbuslinien im Umland (u. a. 328, 372, 378) sowie die Regionalzüge (z. B. RB34) fahren regulär und ohne Einschränkungen.

Welche Fahrten trotz Streik stattfinden, ist im Streikfahrplan auf der Webseite der Stadtwerke Bayreuth (https://www.stadtwerke-bayreuth.de/meldung/streik-am-donnerstag-19032026) einsehbar. Die Stadtwerke aktualisieren die Informationen fortlaufend. Zusätzlich können sich Fahrgäste über die Fahrplanauskunft des VGN (vgn.de und VGN-App) informieren, wo voraussichtlich ab Mittwochnachmittag die tatsächlichen Fahrzeiten für Donnerstag eingepflegt sein werden.

Andere Apps – etwa die der Deutschen Bahn – bilden kurzfristige Änderungen nicht zuverlässig ab. Die Stadtwerke empfehlen, bei der Verbindungssuche auch alternative Haltestellen oder Start-/Zielpunkte zu prüfen. „Wir wissen, dass die Situation für viele Menschen belastend ist, und bitten um Verständnis. Auch auf den Linien, die fahren, kann es zu Verspätungen und hoher Auslastung kommen“, erklärt Stadtwerke-Sprecher Jan Koch.

Streik-Forderungen „nicht finanzierbar“

Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Rützel hofft auf eine baldige Lösung im Tarifkonflikt, sagt, das sei im Interesse aller Beteiligten. „Unsere Mitarbeitenden leisten hervorragende Arbeit, und Verbesserungen sind grundsätzlich richtig. Sie müssen jedoch in einem Rahmen erfolgen, der für die Verkehrsunternehmen noch tragbar ist“, wird Rützel in einer Mitteilung der Bayreuther Stadtwerke vor dem Streik zitiert.

Und Rützel warnt: Würden die Verdi-Forderungen eins zu eins übernommen, hätte das gravierende Folgen für die Bayreuther Stadtwerke. „Würden sie vollständig umgesetzt, würden unsere Personalkosten im Verkehrsbetrieb um rund 25 Prozent steigen. Unser ohnehin bestehendes Defizit von derzeit etwa 4 Millionen Euro würde auf 5,5 Millionen anwachsen. Das ist für uns schlicht nicht finanzierbar.“