Eine ungewöhnliche Beobachtung hat Nils Hanf gemacht. Der 20-Jährige ist vergangenen Freitag mit vier Freunden unterwegs, um am Spitzeichener Turm in der Nähe von Trebgast Bilder von einem Motorrad zu machen. Doch dann beginnt es zu regnen. „Wir wollten uns vor dem Unwetter schützen“, erzählt Hanf. „Wir sind in den Turm gegangen, um es uns oben bequem zu machen.“ Er berichtet weiter: „Man hat zu diesem Zeitpunkt in der Ferne Richtung Ludwigschorgast gesehen, dass es auch dort stark regnen muss. Die Unwetterfront hat sich über die nächsten zehn Minuten immer weiter südöstlich ausgebreitet.“ Und dann sahen sie ihn – einen Tornado? „Ich habe erst gedacht, dass ich mich täusche, weil ich so etwas in unserer Region überhaupt nicht erwartet habe.“ Doch bei genauerem Hinsehen war „am Horizont ganz klar ein Rüssel zu erkennen, der sich mehrfach aus den Wolken nach unten arbeitete“. Das Wetterphänomen sei etwa zehn bis 15 Minuten in Richtung Neuenmarkt zu sehen gewesen, bevor es sich wieder auflöste.