Eine Kuh macht 1000 Kilowatt Strom
„1000 Kilowattstunden Strom können in etwa aus der jährlich anfallenden Gülle einer einzigen Kuh gewonnen werden“, rechnete das Bundeslandwirtschaftsministerium vor. Das möchte der Metzlersreuther Milchbauer Gerd Ruckdeschel für seinen Betrieb nutzen. In Metzlersreuth am Ortseingang Richtung Schamlesberg befindet sich schon eine Güllegrube. Daneben soll nun eine Biogasanlage mit einer Leistung von 75 Kilowatt (kW) entstehen. Denn 75 kW sind die magische Grenze für eine sogenannte Gülle-Klein-Anlage. Sie erhält mit 23,73 Cent/kWh die relativ höchste Einspeisevergütung, nach der Faustregel: je größer die Anlage, desto geringer die Vergütung. Damit erhält Gerd Ruckdeschel zu seiner Einspeisevergütung, genau wie Besitzer von Photovoltaikanlagen oder Betreiber von Windrädern, noch einen Bonus obendrauf. „Es gibt keinen Zuschuss, aber auf 20 Jahre einen garantierten Einspeisepreis“, erklärt Senior Helmut Ruckdeschel. Die Investitionskosten wollen die Ruckdeschels nicht nennen, außer dass sie im sechsstelligen Bereich liegen.