Verkaufsoffener Feiertag
Erstmals fand nach einem Stadtratsbeschluss auf Antrag der Pottensteiner Geschäftsleute auch ein verkaufsoffener Feiertag statt, an dem die Läden von 11 bis 16 Uhr öffnen konnten. Auch darauf ging der Bamberger Oberhirte während seiner Ansprache in der Kirche, die mit Lautsprechern ins Freie übertragen wurde, kurz ein. Wie Schick betonte, sei die Kirche kein Spielverderber, die den anderen keine Einnahmen gönnen wolle. Allerdings zünde man die Bergfeuer wegen Jesus Christus an, der das Licht der Welt sei. Daher müsse man sich auch den Ursprung der Ewigen Anbetung vor Augen führen. Bei solchen heilbringenden und gemeinwohldienenden Traditionen bestehe einerseits jedoch auch die Gefahr, dass sie abgeschafft werden, weil sie zu mühselig oder kostspielig sind, veraltet oder unmodern scheinen und andererseits, dass sie verweltlichen. „Man vergisst den Ursprung und den eigentlichen Gehalt der Tradition. Der Hauptzweck wird das Freizeitgeschäft und der materielle Gewinn daraus“, so der Bamberger Oberhirte. Wenn aber die Ursprünge vergessen werden, dann schwinden die guten Früchte daraus: der Gemeinsinn und das Gemeinwohl, die nicht von Geld und Kapital geschaffen werden. „Sie bestehen im inneren Frieden, sozialen Zusammenhalt, in Solidarität und Verantwortungen füreinander.“ Wenn der Gemeinsinn weniger werde, nähmen Neid und Missgunst zu, die gute Nachbarschaft gehe verloren, der Egoismus vertreibe das Wohlwollen und die Hilfsbereitschaft. Absichtslose, gemeinsame Gottesverehrung, Gebet und Anbetung Jesu im Altarsakrament stärke den Gemeinsinn und das Gemeinwohl, betonte der Erzbischof.