Sondern wegen großformatiger Bilder aus einem einzigartigen Schatz: Vor allem asiatische Ausstellungsbesucher – allesamt Fachbesucher aus dem Tourismusbereich – drängen auf den Platz, der eigentlich für Besprechungen gedacht ist, nehmen auf den Stühlen vor dem Bild des restaurierten Innenraums des Weltkulturerbes Markgräfliches Opernhaus Platz, rutschen eng zusammen, zeigen ihr strahlendstes Lächeln, recken den Daumen hoch und lassen sich davor fotografieren. Dass das Welterbe im April eröffnet, spricht sich rum in der Welt. Hat die andere Seite der Erde längst erreicht.

Charme-Offensive genau zur richtigen Zeit

Genau zur richtigen Zeit und genau am richtigen Platz spielt Bayreuth die Trumpfkarte – und startet eine Charme-Offensive, um die Stadt über Wagner hinaus bekannt zu machen, mit den richtigen Argumenten: Die Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und BMTG-Geschäftsführer Manuel Becher machen das über die Geschichte und die Geschichten, die Zusammenhänge spannend machen. Die zeigen: Bayreuth hatte im 18. Jahrhundert eine europaweite Vorreiterrolle durch die Frau, die wie Wagner mit W anfängt: Markgräfin Wilhelmine und ihre Schaffenskraft. Vor den nationalen Reisejournalisten skizzieren Merk-Erbe und Becher Bayreuth als die Stadt mit dem Aha-Effekt. Denn die zwei bedeutendsten Opernhäuser der Welt in der Stadt zu haben – das schönste mit dem Welterbe, das mit der besten Akustik mit dem Festspielhaus – ist ein Pfund, das einfach einmalig ist.

Drei Gründe mit W - und noch viele mehr

Wilhelmine, Welterbe und Wagner, das sind drei Gründe, nach Bayreuth zu kommen. Und nur drei von vielen, die Bayreuth und die Region erlebenswert machen. Für Bayreuth ist es die Chance, von einer Weltstadt auf sehr begrenzte Zeit zu einem Zentrum zu werden, dessen Strahlkraft über den Rand des Bayreuther Kessels hinausschwappt. Das muss Selbstbewusstsein bringen, weil Gäste kommen, die zeigen: Bayreuth kann was, Bayreuth ist was. Die Begeisterung der Messebesucher zeigt: Das wird was.

eric.waha@nordbayerischer-kurier.de