Weitere Verschärfungen? Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Tschechien

Michael Heitmann und Thomas Scharnagl
Tschechien. Corona. Fotomontage: David Trott Foto: Magdalena Dziajlo

Im Nachbarland explodieren die Corona-Zahlen.  Die an Oberfranken angrenzenden Regionen  stehen zwar besser da als der Rest des Landes, aber auch dort spitzt sich die Lage von Tag zu Tag zu.

Prag/Eger/Karlsbad  In Tschechien ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf einen Rekordwert gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden gab es 22 479 neue bestätigte Fälle - so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie vor mehr als anderthalb Jahren. Das ging am Mittwochmorgen aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums in Prag hervor. Der bisherige Höchststand lag bei 17 778 Fällen am 6. Januar.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz –  also die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen –  stieg auf 813.  In den an Oberfranken angrenzenden Regionen verschärft sich die Lage ebenfalls,  sie ist aber noch nicht so dramatisch wie in anderen Landesteilen: Der Landkreis Eger (Cheb) hat derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von 284,4, die nahe gelegenen Kreise Karlsbad (Karlovy Vary) und Sokolov kommen auf 289,4 beziehungsweise 275,4. Der an den Landkreis Tirschenreuth angrenzende Kreis Tachau (Tachov) liegt bei einer Sieben-tage-Inzidenz von 478,0.

In den Krankenhäusern in Tschechien werden mehr als 4 400 Corona-Patienten behandelt, von denen sich mehr als 660 in einem ernsten Zustand befanden. Am stärksten betroffen sind derzeit die östlichen Verwaltungsregionen Mährisch-Schlesien und Olomouc (Olmütz). Nur knapp 6,2 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner des deutschen Nachbarlandes sind vollständig geimpft. Die Regierung will an diesem  Donnerstag über weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen beraten. Als eine Option wird über eine 2G-Regel (genesen, geimpft) für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe wie in Bayern nachgedacht.

 

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