Weit über 100 Oldtimer Traktortreffen mit Bulldog-Rallye

Das kleine Dorf Ottenhof ist wieder zum Mekka für Fans alter Traktoren aus der Oberpfalz, Ober- und Mittelfranken geworden. Foto: Ralf Münch

OTTENHOF. Volksfeststimmung herrschte am gestrigen Sonntag in dem kleinen Dorf Ottenhof in der Marktgemeinde Plech (Landkreis Bayreuth). Nach Schätzung der Veranstalter des Männergesangvereins Ottenhof-Bernheck kamen gestern weit über 4000 Besucher zur inzwischen 12. Bulldog-Rallye, viele auch aus dem benachbartem Nürnberger Land und nicht nur aus der Fränkischen Schweiz.

Die genaue Anzahl der Traktorfreunde, die mit ihren Oldtimern aus den Landkreisen Bayreuth, Lauf, Bamberg, Forchheim, Kulmbach, Neutadt an der Waldnaab, Tirschenreuth und Nürnberger Land kamen, stand gestern noch nicht exakt fest. Gesangvereinschef Reinhold Meyer als Hauptorganisator dieses alle zwei Jahre statt findenden Bulldogtreffens sprach aber von weit über 100 Oldtimertraktoren.

Ältester Bulldogfahrer trifft ins Schwarze

Meyer fiel ein Stein vom Herzen, hatte es doch in den letzten Tagen nur geregnet. Am Sonntag herrschte nun bestes Bulldog- und Ackerwetter. Letzteres war auch dringend nötig für die Kartoffelernte, die heuer so zu sagen ein Höhepunkt für die Besucher war. Konnte doch jeder der wollte beim Kartoffelklauben mitmachen und den Eimer Kartoffeln für 2,50 Euro mit nach Hause nehmen.

Den ältesten Bulldog, einen Lanz Baujahr 1939, hatte Stephan Lindner aus Eichenbirkig dabei. Mit der Nummer startete er bei der Bulldog-Rallye. „Es ist eine tolle Veranstaltung“, sagt Lindner. Der älteste Teilnehmer der Bulldog-Rallye war ein 86-jähriger Bulldogfreund aus Hersbruck der Disziplin Bogenschießen vom Traktor aus gleich ins Schwarze traf.

Rückwärtsfahren mit zwei Anhängern

Den weitesten Weg hatten die Bulldogfreunde aus Altenplos und ein Traktorfahrer aus Nürnberg. Insgesamt waren es acht Stationen, die bewältigt werden mussten, an den Geschicklichkeit aber auch Können gefragt waren. Und bei der Rallye selbst natürlich die Geschwindigkeit. Bewertet wurden aber auch andere Kriterien, wie das Aussehen der Oldtimer und das Alter der Traktoren. Beim Rückwärtsfahren mit zwei Anhängern war Können und Geschicklichkeit ebenso gefragt, wie mit einem Eimer voller Wasser auf dem Traktor über eine Wippe zu fahren und dabei möglichst wenig zu verschütten.

Den Bulldogfreunden aus Reichenschwand machte die Rallye jedenfalls sichtlich Spaß. Eine ganze Familie war im Bulldogfieber. Denn gleich drei toll hergerichtete Traktoren, einen Fahr mit Baujahr 1955, einen Kramer mit Baujahr 1956 und einen Güldner mit Baujahr 1959 hatte Robert Ziegler aus Kichenthumbach mitgebracht. Dazu seine Frau, seine Tochter, seine Enkel und seinen Schwager. Insgesamt hat der gelernte Landmaschinenmechaniker sieben restaurierte Oldtimertraktoren und weitere 13, die er noch restaurieren will. Seine Frau Elisabeth macht dabei begeistert mit. „Das Bulldogtreffen in Ottenhof ist für uns auch ein Familientreffen“, sagt Elisabeth Ziegler, die von einer super Veranstaltung spricht.

Ein großer Spaß für die gesamte Familie

Auch Pferde von Reinhold Stieg aus Bernheck, mit einer Pferdestärke (PS), waren zu bewundern. Plechs Altbürgermeister Alois Kreuzer kam mit seinem Roller vorbei. Eine Attraktion für Kinder war das Bierkastenklettern, dass Claudia Kramm von der Bergwacht Pottenstein anbot. Ihr Vater Eberhard Böhm Kramm assistierte ihr dabei. Ebenso beliebt bei Groß und Klein war das Klettern auf den großen Heuballen.

Der Ochs am Spieß fand reißenden Absatz. Ebenso die Bratwürste, die es von einem originellen Holzkohlegrill in Form einer Dampflock mit Tender gab. Im Tender war übrigens das Bierfass versteckt. Abgerundet wurde diese Großveranstaltung durch die große Leistungsschau der Aussteller modernster landwirtschaftlicher Geräte. Ein Bericht über die Siegerehrung der Bulldog-Rally folgt.

 

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