Die Verantwortlichen des Klinikum Kulmbach hatten sich nach Rücksprache mit dem Landratsamt entschieden, sowohl für das Klinikum Kulmbach als auch für die Fachklinik Stadtsteinach ein komplettes Besuchsverbot auszusprechen, als am Montag der Frühwarnwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern überschritten worden war. Wenig später wurde dann auch der kritische Wert von 50 überschritten.

Das Besuchsverbot gilt ab Mittwoch, den 16. September, und ist vorläufig befristet bis einschließlich Mittwoch, 30. September, teilt Klinikums-Geschäftsführerin Brigitte Angermann mit. Sie betont: „Das Besuchsverbot dient ausschließlich dem Schutz von Patienten und Mitarbeitern und soll helfen, mögliche Infektionswege weiter zu minimieren.“ Sofern ein berechtigtes Interesse besteht, seien Ausnahmen vom Besuchsverbot möglich. Dies gelte insbesondere bei Kindern, in Notfallsituationen, bei palliativen Patienten oder in der Versorgung von Sterbenden. Eine weitere Ausnahme gebe es für werdende Väter, die zur Geburt und zum weiteren Verbleiben bei der Mutter zugelassen sind.

Für eine Abklärung von Fragen steht im Klinikum Kulmbach eine Mitarbeiterin von 10 Uhr bis 16 Uhr telefonisch unter der Hotline 09221/98-7959 zur Verfügung. In der Fachklinik Stadtsteinach kann die Abklärung einer Besuchsmöglichkeit über die Telefonnummer 09225/88-0 erfolgen. Weiterhin gelte natürlich wie bisher ein absolutes Besuchsverbot für Angehörige mit Erkältungssymptomen, Fieber oder Durchfall.

„Persönliche Kleidung oder Gegenstände für unsere Patienten können am Haupteingang abgegeben werden. Das Verbringen auf die Station oder zum Patienten wird von Mitarbeitern der Kliniken übernommen“, teilt Brigitte Angermann mit. Für Patienten, die einen ambulanten oder stationären Termin zur Aufnahme haben, gebe es aktuell keine Änderungen. Die Erhebung persönlicher Daten, des Gesundheitsstatus sowie die Testung vor oder bei stationärer Aufnahme werden unverändert fortgeführt, heißt es.

Seit Wiederaufnahme der Testung aller stationären Patienten am 10. August seien am Klinikum bereits mehr als 2000 Patienten getestet und die Abstriche im hauseigenen Labor ausgewertet worden. Zusätzlich werden seit 8. September durch die Hygieneabteilung Reihentestungen von Mitarbeitern nach dem Bayerischen Testkonzept durchgeführt, teilt die Klinikumsleitung mit.