Wasserschule eröffnet Wasser näherbringen

Manuel Semmelmann
Kinder der Grundschule Laineck erklären Umweltminister Thorsten Glauber Experimente. Foto: Ralf Münch

In seinem ersten Ferienjob durfte er den Schriftzug „Wasser ist Leben“ auf ein Wasserhaus malen, erzählte Thorsten Glauber, bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, bei der Eröffnung der Wasserschule in Laineck. Seitdem und vor allem heute, als Umweltminister, ist es für ihn „ein täglicher Auftrag für Wasser zu werben“. Es sei wichtig den jungen Schülern ins Bewusstsein zu rufen, dass diese Ressource nicht selbstverständlich ist und dafür ist „die Wasserschule ein wichtiger Baustein“. Dafür engagiert sich die Regierung von Oberfranken mit der „Aktion Trinkwasserschutz – Trinkwasser für Oberfranken“.

Wie wichtig nun ein verantwortungsvoller Umgang mit unserem Grundwasser ist, lernen bereits die ganz Jungen in den oberfränkischen Wasserschulen. Solche Schulen bestehen bereits an den Schullandheimen Weißenstadt und Steinbach am Wald sowie an der Luitpold-Grundschule in Bamberg, der Pestalozzi-Grundschule in Coburg und nun auch an der Grundschule Bayreuth-Laineck.

Es handelt sich dabei jeweils um ein Klassenzimmer, in dem Mikroskope, Infotafeln und viele andere Lehrmaterialien, zur Verfügung gestellt werden. Dort lernen die Schülerinnen und Schüler, auf spielerische Art und Weise, Wissenswertes über das Wasser. So können sie ein Gefühl dafür entwickeln, was jeder Einzelne tun kann. Über zwei Jahre war dieses Projekt in der Vorarbeit und hat letztendlich 20 000 Euro gekostet, finanziert von Freistaat Bayern, Regierung von Oberfranken, Stadt, Stadtwerke und Kläranlage Bayreuth.

Standort der Schule praktisch

Lehrerinnen und Lehrer aus der Stadt Bayreuth, die mit ihren Schülern die Wasserschule besuchen wollen, können diesen Besuch dank der Stadtwerke gratis per Bus durchführen. Der Standort der Grundschule ist nur fünf Minuten zu Fuß von der Warmen Steinach entfernt. Das ist sehr praktisch für die neue Wasserschule, da von dort aus mit den Schülern Ausflüge unternommen werden können, die ihnen das Lebensmittel Wasser hautnah bringen.

Zur Eröffnung der Wasserschule waren neben Staatsminister Thorsten Glauber, auch der Regierungsvizepräsident von Oberfranken Thomas Engel, Landrat Florian Wiedemann, zweiter Bürgermeister Andreas Zippel, der Geschäftsführer der Stadtwerke Bayreuth Jürgen Bayer, der Leiter der Kläranlage Bayreuth Lothar Ziegler und der Schulleiter der Grundschule Bayreuth-Laineck Reinhard Budde anwesend. Hintergrund ist unter anderem der am 22. März stattgefundene Weltwassertag, zu dem die Vereinten Nationen alljährlich aufrufen. Entsprechend dem diesjährigen Thema des Tags des Wassers „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“, betont Thomas Engel, dass „das Ziel des Grundwasserschutzes die Erhaltung unserer Grundwasservorkommen“ ist.

Klimatische Veränderungen

Wie dringend notwendig ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit der Ressource Wasser ist, zeigen die klimatischen Veränderungen und deren Folgen in den letzten Jahren durch niedrige Wasserstände in den Flüssen, austrocknende Abschnitte in den Oberläufen der Bäche und versiegende Quellen. Das Tolle an der Wasserschule ist „der Erlebnischarakter der Schule, an den sich die Schüler Jahre später noch erinnern werden“, meint Andreas Zippel. Auch Landrat Florian Wiedemann sagt, dass „das Allerbeste das Ausprobieren über Experimente und das selber erleben“ ist.

 

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