Christian Medick und Christian Engel sagen nicht viel. In den Kreistagssitzungen sitzen sie meist mucksmäuschenstill auf ihren Stühlen. Kommt es zu Abstimmungen, halten sie sich in aller Regel an die Mehrheit. Medick und Engel sind der Rest der einst vierköpfigen AfD-Fraktion im Wunsiedler Kreistag. Den Fraktionsstatus, der unter anderem für Sitze in Ausschüssen wichtig ist, haben sie verloren. Im Kreistag geht es um Themen wie Straßenbau, die Sanierung von Schulen, digitale Behördenangebote oder die seit ewigen Zeiten leidigen Krankenhaus-Finanzen. Kommunalpolitik eben. Dennoch beschleicht manchen Kreisrat angesichts zweier Gremiumsmitglieder, die einer vom Verfassungsschutz als rechtsextremen Verdachtsfalls eingestuften Partei angehören, Unbehagen. Gibt es im Umgang mit den beiden AfDlern die beinahe schon sprichwörtliche Brandmauer, die die etablierten Parteien im Bund hochgezogen haben? Oder sind die Verhältnisse im Kommunalen anders? wie Anfang August CDU-Vorsitzender Friedrich Merz sinngemäß sagte – was er nach einem Aufschrei auch in seiner Partei schnell wieder zurücknahm.
Was tun mit der AfD? Hinter der Brandmauer
Matthias Bäumler 11.08.2023 - 19:08 Uhr