Der 62-jährige Peter W. ist ein Mann, dem man nicht so leicht was vormachen kann – er war seit Ende der 70er Jahre Drogenfahnder der Würzburger Kripo. Und im Jahr 2011, im Zenit seines Könnens, an einer jungen Frau aus dem Raum Kitzingen dran, die Crystal aus Tschechien verteilte. Lieferant war ein Mann, der in der Telefonüberwachung als „Papa“ tituliert wurde. Anfangs dachten die Würzburger Kriminaler, dies sei ein Tarnname – tatsächlich war die Verdächtige die Tochter von Mario F., „Bandido“-V-Mann des LKA. Der 48-Jährige ist die Schlüsselfigur der LKA-Affäre, in der mittlerweile gegen sechs zum Teil hochstehende LKA-Leute im Zusammenhang mit dem aus dem Ruder gelaufenen Einsatz von Mario F. ermittelt wird. Für die Drogendeals mit seiner Tochter und wegen eines Schmuggels von zehn Gramm Crystal über die Grenze bei Waldsassen am 23. November 2011 war Mario F. im Sommer 2013 zu über sieben Jahren Haft verurteilt worden.