Waischenfeld kommt voran Stipendium für das Netzwerk

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Das Netzwerk wird weiter gespannt: der Verein „Wir sind alle gleich“ in Waischenfeld bekommt ein Stipendium, mit dessen Hilfe ein Businessplan für das große Bauvorhaben erstellt werden kann. Foto: Archiv/Frauke Engelbrecht/Frauke Engelbrecht

Wohnraum und Arbeitsplätze für behinderte Menschen wollen sie schaffen. Jetzt könnte es vorangehen mit dem Bauvorhaben des Waischenfelder Vereins „Wir sind alle gleich.“ Er bekommt ein Stipendium, mit dessen Hilfe ein Businessplan erstellt werden soll.

Der Verein „Wir sind alle gleich“, der sich der Inklusion behinderter Menschen und der Schaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen in Waischenfeld verschrieben hat, ist einen großen Schritt weitergekommen. Er bekommt eines von 100 Stipendien zur Förderung ehrenamtlichen sozialen Engagements. „Mit dieser Hilfe können wir einen Businessplan schreiben. Das ist genau das, was uns noch fehlt,“ sagt Claus Hempfling, Vereinsvorsitzender.

100 mal „Hilfe für Helfer“

Der bundesweite Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Olaf Scholz und vergibt unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ jährlich 100 viermonatige Beratungsstipendien und 25 Auszeichnungen, darunter sieben Geldpreise, an herausragende soziale Initiativen. In jeder Wettbewerbsrunde bringen rund 500 Fach- und Führungskräfte als ehrenamtliche Coaches sowie Jurymitglieder ihr Know-how ein. Im Mittelpunkt der Förderung steht bei startsocial die Steigerung der Wirkung sozialer Initiativen durch Beratung, Wissenstransfer und Vernetzung zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft und untereinander. „Das kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt“, sagt Claus Hempfling.

Bevölkerung steht hinter der Idee

Die Idee, Häuser und Arbeitsplätze für behinderte Menschen in Waischenfeld zu schaffen, wird von der Bevölkerung und vielen Helfern mitgetragen. Bei einem großen Festival im Juni wurde das mehr als deutlich. Selbst einige Sponsoren und Helfer für das Millionenprojekt wurden bereits gefunden. Auch die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ hat sich bereits engagiert. Die Gemeinde würde den Platz für das Bauvorhaben zur Verfügung stellen, und es gibt auch bereits erste Entwürfe und Ideen.

Illustrer Kreis

Waischenfeld ist vermutlich die kleinste Gemeinde in einem illustren Kreis an Preisträgern. Claus Hempfling: „Wenn man die Liste der 100 Stipendiaten so durchschaut. Da musste ich schon schmunzeln.“ Neben Köln, München, Dortmund und Hamburg stehen vor allem Berliner Vorhaben in der ersten Reihe. Und eben Waischenfeld mit seiner großen Inklusions-Idee.

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