Kulmbach/Lichtenfels - Sorgen, dass sie ihr Direktmandat für den Bundestag möglicherweise verlieren könnte, musste sich Emmi Zeulner (CSU) nicht machen. Dass sie den Sitz im Parlament als die Direktkandidatin des Wahlkreises 240 Kulmbach auch diesmal verteidigen wird, war allgemein erwartet worden. Allerdings musste auch Emmi Zeulner, die bei ihrer ersten Wahl in den Bundestag im Jahr 2013 mit 56,91 Prozent das beste Erststimmenergebnis in ganz Oberfranken geholt hatte, diesmal Federn lassen. 47,78 Prozent sind es geworden. Es gab aber trotz der Einbrüche Grund zur Freude für die 34-Jährige. Mit weitem Abstand hat sie sich vor alle Herausforderer gesetzt. Emmi Zeulner wird den Wahlkreis Kulmbach auch in den kommenden vier Jahren wieder im Bundestag vertreten. Und sie konnte auch für sich persönlich noch etwas Freude dazugewinnen: Ihr Erststimmenergebnis lag mit deutlich mehr als zehn Prozentpunkten merklich über dem Zweitstimmenergebnis für ihre Partei (36,18 Prozent). Das zeigt, dass viele der gelernten Krankenschwester aus Lichtenfels ihr persönliches Vertrauen aussprachen, sich aber bei der Zweitstimme für eine andere Partei entschieden haben.