VR-Banken Bayreuther wechselt nach Kulmbach

Markus Schappert wechselt als Vorstand von der VR-Bank Bayreuth-Hof nach Kulmbach. Foto: /Thomas Koehler

Die VR-Bank Oberfranken Mitte (Kulmbach/Kronach) wechselt im Laufe dieses Jahres ihren Vorstand komplett aus. Zum neuen Vorstandsduo gehört dann auch ein Bayreuther.

Kulmbach/Bayreuth - Dieter Bordihn und Stephan Ringwald gehen kurz nacheinander in Ruhestand, ihre Nachfolger stehen mit Frank Kaiser und Markus Schappert bereits fest. Wobei Schappert in der Region bekannt ist, denn er bildet momentan mit Jürgen Handke (Vorsitzender), Jürgen Dünkel und Bernd Schnabel den Vorstand der VR-Bank Bayreuth-Hof. Kaiser stammt aus Karlsruhe.

Schappert, der von Ringwald die Verantwortung für das Privat-, Individual- und Firmenkundengeschäft sowie für die Abteilungen Innenrevision, Sekretariat und Vertrieb sowie Marketing übernimmt, freut sich auf die Aufgabe. „Ich kenne die VR-Bank Oberfranken Mitte und die Entscheidungsträger seit vielen Jahren, in denen eine große gegenseitige Wertschätzung entstanden ist. Ich freue mich darauf, ab dem kommenden Jahr als gebürtiger Oberfranke die Zukunft dieses Hauses in einer spannenden Zukunftsregion mitzugestalten“, wird der 47-Jährige in einer Mitteilung zitiert.

Bedauern in Bayreuth

Er danke zudem dem Aufsichtsrat der VR-Bank Bayreuth-Hof, dass dieser ihm den Wechsel ermögliche. Dessen Vorsitzender Frank Görl sagte, in Bayreuth und Hof bedaure man Schapperts Entschluss. Dieser habe seit seiner Berufung zum Vorstand in Bayreuth im Jahr 2013 und seit der Fusion mit Hof 2017 „wesentlich dazu beigetragen, dass sich die VR-Bank Bayreuth-Hof als starke Regionalbank in Nordbayern und im Vogtland positionieren konnte“.

Neuanfang zum Jahreswechsel

Schappert wird zum Jahreswechsel nach Kulmbach wechseln. Der verheiratete Vater zweier Kinder studierte nach seiner genossenschaftlichen Ausbildung zum Bankkaufmann Betriebswirtschaftslehre an der Universität Regensburg. Neben seiner anschließenden Tätigkeit in einer Unternehmensberatung für Finanzdienstleister promovierte er am Wissenschaftlichen Zentrum der Universität Basel und wechselte im Oktober 2008 zur VR-Bank Bayreuth. Dort verantwortete er als Prokurist die Bereiche Privat- und Firmenkunden und wurde im Januar 2013 in den Vorstand berufen. Seit der Fusion mit Hof ist er als Vorstandsmitglied für die Bereiche Firmenkundengeschäft, Treasury und das Marketing inklusive Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Bereits zum 1. August 2021 wird Frank Kaiser Vorstand in Kulmbach. Der Diplom-Bankbetriebswirt (45) ist ebenfalls verheiratet und Vater zweier Kinder. Er begann seinen beruflichen Werdegang nach der Ausbildung zum Bankkaufmann zunächst bei einer privaten Großbank, bekleidete dort während seiner 13-jährigen Zugehörigkeit verschiedene Leitungsfunktionen im Privat- und Firmenkundengeschäft und studierte nebenberuflich an der Frankfurt School of Finance & Management. Nach einem kurzen Aufenthalt bei einer Unternehmensberatung für die Bereiche Steuerung und Aufsichtsrecht wechselte er 2013 als Bereichsleiter zur VR-Bank Untertaunus im südhessischen Idstein. Dort verantwortet er als Ressortleiter und Prokurist die Bereiche Risikocontrolling, Meldewesen, Steuerung und das Rechnungswesen. Im Zeitraum August bis Oktober 2021 übernimmt Frank Kaiser von Dieter Bordihn die Verantwortung für die Bereiche IT, Marktfolge Aktiv, Organisation, Personal, Compliance und Unternehmenssteuerung.

Seit 20 Jahren Vorstand

Bordihn und Ringwald sind seit 2001 beziehungsweise 2002 Vorstände in Kulmbach. Bordihn wird seine Tätigkeit Ende Oktober beenden und zuvor Kaiser einarbeiten. Ringwald verabschiedet sich im Laufe des Jahres 2022 in den Ruhestand, sodass auch ihm noch Zeit bleibt, seinen Nachfolger Schappert einzuführen.

Der Aufsichtsrat der VR-Bank Oberfranken Mitte habe nicht nur frühzeitig die Nachfolge seines langjährigen Führungsteams auf den Weg gebracht, sondern sich dabei auch ganz bewusst für einen Generationenwechsel entschieden, heißt es. Ringwald und Bordihn begrüßen diesen Entschluss. „Die Herausforderungen im Bankgeschäft wachsen stetig. Zusätzlich zu den mit der Niedrigzinsphase verbundenen Herausforderungen, den umfassenden Einflussfaktoren aus Politik und Wirtschaft sowie Regulatorik, nehmen auch die Anforderungen aus der Digitalisierung zu“, wird Ringwald zitiert.

Bordihn und Ringwald hätten in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit ihrer nachhaltigen Unternehmensführung für ein solides und gesundes Wachstum der Bank gesorgt und die Substanz gestärkt, heißt es von der Bank.

Nummer vier im Bezirk

Die VR-Bank Oberfranken Mitte ist mit einer Bilanzsumme von 1,277 Milliarden Euro (Ende 2019) laut Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hinter Coburg (1,515 Milliarden) die Nummer vier im Bezirk. Deutlich größer sind an der Spitze und mit je 2,248 Milliarden Euro nahezu gleichauf die VR-Banken Bamberg-Forchheim und Bayreuth-Hof. Die VR-Bank Untertaunus, von der Kaiser kommt, ist mit 1,097 Milliarden Euro etwas kleiner. red/sts

 
 

Bilder