Vorläufige Jahreszahlen KSB mit starkem zweiten Halbjahr

Im zweiten Halbjahr ist es bei KSB ganz gut gelaufen. Foto: red

Der Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller KSB hat zwar im vergangenen Jahr deutlich Federn lassen müssen, das Geschäfts hat sich aber in der zweiten Jahreshälfte wieder stabilisiert. Das zeigen die vorläufigen Jahreszahlen des Konzerns, der auch ein Werk mit etwa 1500 Beschäftigten in Pegnitz betreibt.

Pegnitz/Frankenthal - Demnach haben sich Umsatz und operativer Gewinn (EBIT) im zweiten Halbjahr deutlich gegenüber den ersten sechs Monaten verbessert. Angesichts der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sei man mit der Geschäftsentwicklung insgesamt sehr zufrieden.

Der Auftragseingang lag 2020 bei 2,143 Milliarden Euro und damit 12,6 Prozent unter Vorjahr. Der Umsatz ging um 7,3 Prozent auf 2,208 Milliarden Euro zurück. Beim operativen Gewinn erwarte man dank einer deutlichen Ergebnissteigerung im zweiten Halbjahr einen Wert zwischen 67 und 71 Millionen Euro (Vorjahr: 113,6 Millionen), in den Sondereffekte in Form von Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von elf Millionen Euro bereits berücksichtigt wurden.

Nahezu alle Regionen betroffen

Der Rückgang beim Auftragseingang fiel in den Regionen Mittlerer Osten/Afrika/Russland, Amerika sowie Asien/Pazifik am deutlichsten aus. In China lag man dank einer Aufholjagd im zweiten Halbjahr fast auf Vorjahresniveau. Die umsatzstärkste Region Europa verzeichnete einen um 9,7 % geringeren Auftragseingang.

Beim Umsatzrückgang war das Segment Pumpen mit einem Minus von 6,0 Prozent am geringsten betroffen. Im Segment Armaturen betrug der Rückgang 7,9 Prozent. Im Bereich Service war das Minus mit 11,4 Prozent am größten, was aber unter anderem am Verkauf französischer Gesellschaften lag.

2021 soll deutlich besser werden

„Dank eines guten Auftragsbestandes, eines sehr guten zweiten Halbjahres und unserer frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung sind wir mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt betrachtet sehr zufrieden. Durch unseren internationalen Produktionsverbund waren wir stets lieferfähig, konnten den temporären Ausfall einzelner Standorte kompensieren und so den Rückgang abfedern. Auch wenn der Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr niedriger ausgefallen ist, haben wir einen guten Auftragsbestand und gehen davon aus, dass wir unser Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr 2021 deutlich steigern können“, wird Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsleitung, zitiert. Allerdings müsse man die Auswirkungen der Pandemie weiter sorgfältig beobachten und Kostensenkungsmaßnahmen konsequent fortsetzen.

 

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