Vorbildliche Aktion „Obertrubach HILFT“ sucht Lebensretter

Der Initiator und stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Obertrubach, Fabian Hofmann ( Foto:  

Die Feuerwehr startet einen großen Aufruf für einen an Leukämie erkrankten Kameraden

Obertrubach - Martin aus Obertrubach ist an „AML“ erkrankt – einer akuten Form der Leukämie. Seit der Diagnose kämpft er um seine Gesundheit. Für die Freiwillige Feuerwehr Obertrubach ist es eine Herzensangelegenheit zu helfen. Deshalb hat sie gemeinsam mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspende) einen Registrierungsaufruf unter dem Motto „Obertrubach HILFT“ ins Leben gerufen. Wer helfen möchte, gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann sich unter www.dkms.de/obertrubach-hilft ein Registrierungsset nach Hause bestellen und so vielleicht zum Lebensretter werden.

Niederschmetternde Diagnose

Ende Dezember erhielt Martin, ein Vereinsmitglied der Feuerwehr Obertrubach, die niederschmetternde Diagnose: akute Leukämie. Bis dahin war sein Leben perfekt: Martin hat ein Haus gebaut und eine Familie gegründet. Die schreckliche Nachricht traf den Vater vollkommen unerwartet.

„Uns ist es ein Herzensanliegen, da zu helfen, wo Hilfe nötig ist,“ erklärt Fabian Hofmann, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Obertrubach. Schnell findet sich in der Wehr eine Gruppe, die Kontakt zur DKMS aufnimmt, um eine Hilfsaktion zu starten. Dies ist in Corona-Zeiten natürlich nicht ganz einfach. Alle Treffen zur Planung müssen digital durchgeführt werden und auch die Wege und Kanäle, Menschen zu erreichen, finden fast ausschließlich im virtuellen Raum statt.

Selbst die Registrierung erfolgt zum Schutz der Bevölkerung online. Jeder, der gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann sich ganz einfach online registrieren. Das geht schnell und unkompliziert: Nach dem Ausfüllen des Einverständnisses wird ein Registrierungsset verschickt. Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einverständniserklärung kann jeder nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich zu Hause vornehmen und anschließend per Post zurücksenden, damit die Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit haben registrieren lassen, müssen nicht erneut teilnehmen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

Da der DKMS für die Neuaufnahme eines jeden Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen, ruft die Feuerwehr Obertrubach auch zu Geldspenden auf.

Man kann das direkt auf www.dkms.de/obertrubach-hilft unter „Geld spenden“ oder im Anschluss an die Registrierung tun, seine Spende in den bei den örtlichen Banken und Läden aufgestellten Spendenboxen abgeben oder direkt auf das DKMS-Spendenkonto überweisen. Infos dazu gibt es bei Fabian Hofmann von der Feuerwehr Obertrubach.

Auch Pfarrer Florian Stark und Bürgermeister Markus Grüner unterstützen die Aktion: „Es ist eine kleine Anstrengung für jeden Einzelnen von uns, aber es kann dadurch viel Gutes getan werden – gemeinsam können wir vieles bewegen“, betont Pfarrer Stark. Besonders in der aktuellen Situation wünscht der Geistliche allen Kranken Gottes Nähe und Kraft.

Betroffene sind unendlich dankbar

Die Familie von Bürgermeister Markus Grüner war selbst vor einigen Jahren betroffen: „Ein Verwandter war auf eine Spende angewiesen, ohne die er möglicherweise heute schon nicht mehr am Leben wäre“, erklärt Markus Grüner. Er hat damals hautnah miterleben dürfen, wie unendlich dankbar die Betroffenen für jeden und jede sind, die sich registrieren lassen.

„Gerade in schwierigen Zeiten wollen wir ein Zeichen der Gemeinschaft und der Hoffnung setzen“, erklärt Initiator Fabian Hofmann. „Daher rufen wir alle auf, sich zu registrieren und/oder Geld zu spenden. Auch wenn die Aktion unter dem Motto „Obertrubach HILFT“ steht, wäre es großartig, wenn sich sehr viele Menschen aus den umliegenden Gemeinden und Landkreisen anschließen und mit uns gemeinsam ein Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe setzen. Wir wollen Leben retten.“ red

 
 

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