US-Außenminister Mike Pompeo nannte den Gipfel eine "wichtige Gelegenheit", um auf den Ergebnissen des ersten Treffens aufzubauen. Pompeo sprach auf Twitter von verbesserten Beziehungen, dauerhaftem Frieden und "vollständiger Denuklearisierung". Aus dem Weißen Haus hatte es aber geheißen, es gebe bislang kein gemeinsames Verständnis darüber, "was Denuklearisierung ist".
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Agentur Interfax zufolge, für Russland sei die Lösung des Konflikts noch aktueller als für die USA. "Wir sprechen über Gebiete, die direkt an unseren Grenzen liegen." Außenminister Sergej Lawrow erklärte, dass eine Vereinbarung der USA mit Nordkorea am Ende auch von den betroffenen Staaten in der Region gutgeheißen werden müsse. Neben Russland nannte er Südkorea, China und Japan. China appellierte an beide Parteien, aufeinander zuzugehen. Sie sollten "sich auf halbem Wege treffen und die angemessenen Besorgnisse des jeweils anderen in Betracht ziehen".
Vor seiner Abreise dämpfte Trump Erwartungen auf einen Durchbruch. "Was passieren wird? Ich kann es Ihnen nicht sagen", sagte Trump am Sonntag vor US-Gouverneuren. Er gehe davon aus, dass der Gipfel "zu etwas sehr Gutem führen" werde, vielleicht werde das aber auch nicht der Fall sein. Am Montag sagte Trump dann allerdings wieder: "Ich denke, wir werden einen sehr fantastischen Gipfel haben."
Solange Kim auf Raketen- und Atomwaffentests verzichte, dränge die Zeit nicht. "Ich bin nicht in Eile", sagte er. "Solange es keine Tests gibt, sind wir glücklich." Die letzten Tests Nordkoreas liegen mehr als ein Jahr zurück. Trump betonte, die USA hätten Nordkorea bislang keine Zugeständnisse gemacht. "Wir haben nichts aufgegeben." Die Sanktionen gegen Nordkorea seien weiter in Kraft.