Der damalige Bayreuther Oberbürgermeister wandte sich in einem Neujahrsgruß an die Bevölkerung der Stadt. Dieser Gruß wurde in der Silvesterausgabe des „Nordbayerischen Kuriers“ vom 31. Dezember 1993 veröffentlicht.

Das Stadtoberhaupt zog darin Bilanz der vorangegangenen zwölf Monate, die er als „sorgenvolles Jahr“ für die Stadt Bayreuth beschrieb. Damit spielte er vor allem auf die Erhöhung der Gewerbesteuer an, die im Dezember vom Stadtrat beschlossen worden war. Dieser Schritt sei notwendig gewesen, da die „finanzielle Leistungskraft der Stadt erschöpft war“, so Wild.

Auch in Zukunft werde sich die Stadt großen, schwierigen Aufgaben stellen müssen.

Gleichzeitig erinnerte der Oberbürgermeister auch an die Erfolge des Jahres 1968. So könne man mit Stolz auf die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts des Hohenzollernrings blicken. Auch die Bauarbeiten zur Mainbettüberdachung waren weit vorangeschritten – trotz schlechten Wetters und zeitweiligen Hochwassers.

Besonders stolz war man damals auch auf die Schwimmerin Heidi Reineck. Sie war die erste Bayreutherin, die von den Olympischen Spielen eine Medaille, in Reinecks Fall in Bronze, mitgebracht hatte.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier darüber, dass der Schriftsteller Max von der Grün in seine Geburtsstadt Bayreuth eingeladen worden war. Von der Grün feierte damals seinen Einstand auf der Schauspielbühne. Im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen wurde damals sein Bühnenerstling „Notstand oder das Straßentheater kommt“ uraufgeführt.

Bayreuths Oberbürgermeister Hans Walter Wild lud daraufhin den Autor, der in St. Georgen zur Welt gekommen war, zu einer Dichterlesung ein. Von der Grün hatte bereits zugesagt, allerdings frühestens für November 1969, da er bis dahin ausgebucht war.