Wer von Oberfranken damals in den Raum Fulda und Kassel wollte, musste lange Umwege über zig Landstraßen fahren. Es gab keine gute Autobahnanbindung des nordöstlichen Oberfrankens an das westdeutsche Autobahnnetz.

Die thüringische Autobahn ab Hermsdorfer Kreuz zu benutzen, war aufgrund der Grenze unmöglich. Die Eröffnung der Verbindung von Würzburg über Fulda nach Hersfeld hatte zwar bereits eine kleine Verbesserung erbracht. Doch diese Anschlussstelle lag für das nordöstliche Oberfranken immer noch rund 150 Kilometer entfernt. Weite Teile Oberfrankens waren demnach wirtschaftlich abgeschlagen.

Wie der „Nordbayerische Kurier“ in der Ausgabe vom 28. und 29. Dezember 1968 berichtete, kam ein neuer Vorschlag aus Hessen: der Bau einer Zonenrandautobahn von Fulda nach Bayreuth. Diese Autobahn hätte bei Fulda von der Autobahn Würzburg-Bad Hersfeld abzweigen sollen und von dort parallel zur Demarkationslinie bis zum Kulmbacher Kreuz führen sollen.

So sinnvoll dieser Plan damals auch erschienen haben mag – die Zonenrandautobahn wurde nie realisiert.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier, dass die Stadt Bayreuth die Besatzung der Raumfahrtmission Apollo 8 eingeladen hatte.

Die drei Astronauten Frank Borman, James Lovell und William Anders waren am Vortag mit ihrer Raumkapsel im Pazifischen Ozean gelandet. Oberbürgermeister Hans Walter Wild sandte daraufhin ein Telegramm an Wernher von Braun in die USA.

Darin hieß es, die Stadt Bayreuth übermittele ihre Bewunderung und Anerkennung für die erste bemannte Mission zum Mond.

Falls die Männer nach Europa reisen wollten, seien sie herzlich zur Festaufführung des „Fliegenden Holländers“ im Juli 1969 in Bayreuth eingeladen, so Wild.