Vor 3333 Zuschauern Bayreuth Tigers gewinnen Derby gegen Selb mit 4:2

Nach zweimaligem Rückstand gewinnen die Bayreuth Tigers das Derby zum DEL2-Saisonstart gegen Selb mit 4:2. Den Siegtreffer erzielt ausgerechnet ein zuvor Glückloser.

Eishockey - Lange fünf Jahre hatten die Fans darauf warten müssen, dafür strömten dann gleich 3333 von ihnen ins Stadion. Und sie sahen zum Auftakt der neuen DEL2-Saison ein packendes Derby zwischen den Bayreuth Tigers und Aufsteiger Selber Wölfe. Den Siegtreffer für die Tigers erzielte ausgerechnet Ville Järveläinen, der zuvor zahlreiche Chancen vergeben hatte, das Endergebnis lautete 4:2 (1:1, 1:1, 2:0).

Die Bayreuther waren von Beginn an in allen Belangen überlegen – sowohl läuferisch als auch in Sachen Tempo und Aggressivität. So kamen die Selber kaum einmal ins gegnerische Drittel. Bei ihren seltenen Vorstößen waren sie aber immer gefährlich, zunächst durch Maxim Kryvorutskyy und Pascal Aquin. Die Führung kam dennoch überraschend: Nach einem Bully vor dem Bayreuther Tor sprang die Scheibe vom Schläger von Kurt Davis zu Nick Miglio. Der Selber Topscorer der vergangenen Saison zog sofort ab und ließ Timo Herden keine Chance. Danach vergaben die Tigers reihenweise gute Möglichkeiten zum Ausgleich, wobei sich Ville Järveläinen besonders hervortat. Im zweiten Powerplay nahm sich dann Davis ein Herz und überwand mit einem Direktschuss von der blauen Linie den starken Evan Weninger, dem die Sicht verdeckt war. Selbst in Unterzahl hatten die Bayreuther noch zwei Riesenchancen, ein Schussverhältnis von 18:8 verdeutlichte ihre Überlegenheit im ersten Drittel.

1:2 in Überzahl

Im zweiten Abschnitt wurde die Partie etwas zerfahrener, aber auch offener. Auch die Selber hatten nun mehr Chancen, während auf Bayreuther Seite erneut Järveläinen vergab. In Überzahl verloren die Tigers dann Miglio aus den Augen, der auf und davon war und Herden im Nachschuss keine Chance ließ. Diesmal dauerte es jedoch nur 1:53 Minuten, bis die Tigers zurückschlugen. Nachdem Frederik Cabana kurz zuvor noch selbst gescheitert war, hatte nach dessen starker Vorarbeit Dani Bindels keine Mühe zum 2:2. Eine dumme Strafe der Selber wurde von den Bayreuthern wegen zu viel Ungenauigkeiten nicht bestraft. Als Daniel Stiefenhofer kurz vor Drittelende die Scheibe verlor, bügelte Herden den Fehler mit einer starken Parade aus.

Nachdem im Schlussdrittel im Powerplay dreimal Christian Kretschmann und Cabana vergeben hatten und die Selber gerade wieder komplett waren, hatten die Tigers noch einmal Glück. Und dann traf Järveläinen doch noch mit einer Direktabnahme zum 3:2. Auch als die Selber 84 Sekunden vor dem Ende den Torhüter rausnahmen, brachten die Bayreuther den Sieg souverän über die Zeit, Luke Pither erhöhte noch auf 4:2.

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Statistik

Bayreuth Tigers: Herden – Davis, Pruden; Stiefenhofer, Meisinger; Pokovic, Gabriel – Järveläinen, Kretschmann, Hohmann; Cabana, Pither, Bindels; Ratmann, Kolozvary, Meier; T. Zimmermann, Schumacher, Ribarik.

Selber Wölfe: Weninger – Ribnitzky, Slavetinsky; Silbermann, Ondruschka; Walters, Menner; Böhringer – Boiarchinov, Thompson, Aquin; Miglio, Gare, Deeg; Gelke, Ross, Christmann; Naumann, Kryvorutskyy, Woltmann.

SR: Harrer, Steinecke; Zuschauer: 3333; Strafminuten: Bayreuth 6, Selb 10.

Tore: 0:1 (7.) Miglio (Gare), 1:1 (14.) Davis (Järveläinen, Kretschmann – 5 gegen 4), 1:2 (30.) Miglio (Gare, Ribnitzky – 4 gegen 5), 2:2 (32.) Bindels (Cabana, Meisinger), 3:2 (50.) Järveläinen (Hohmann, Davis), 4:2 (60.) Pither (Kretschmann – leeres Tor).

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