Von der Universitätsstiftung Preise für Bayreuther Forscher

Die Universitätsstiftung hat zum zweiten Mal Preise für herausragende Forschungsprojekte an der Universität Bayreuth vergeben. Insgesamt wurden 30.000 Euro verteilt.

Universitätspräsident Stefan Leible (links) und Georg Riesner, der Schatzmeister des Universitätsvereins (rechts), mit den Preisträgerinnen (von links) Franziska Zahn, Nella M. Vargas-Barbosa und Lena Kästner. Foto: Foto Uni Bayreuth/Peter Kolb

Über je 10.000 Euro können sich drei Forschende der Universität Bayreuth freuen, die die Universitätsstiftung für ihre Projekte vergeben hat. So ging der „Advanced Research Award“ an Nella M. Vargas-Barbosa, Professorin für Elektrochemie an der Universität Bayreuth. Ihr prämiertes Projekt hat zum Ziel, eine nachhaltige Alternative zur energieintensiven Ammoniakproduktion nach dem Haber-Bosch Verfahren zu entwickeln. Die Jury würdigt damit ein Projekt, das eine der großen Herausforderungen unserer Zeit aufgreift und wichtige Impulse für die nachhaltige Energie- und Materialforschung gibt, heißt es in einer Mitteilung der Uni.

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Franziska Zahn, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pilzökologie, wurde mit dem „Early Career Award“ ausgezeichnet. Ihr Forschungsprojekt widmet sich einer grundlegenden Frage der Ökologie: dem Kohlenstoffaustausch zwischen sogenannten arbuskulären Mykorrhizapilzen und jungen tropischen Baumkeimlingen, der für das Funktionieren tropischer Ökosysteme von zentraler Bedeutung ist. Die Jury betont dabei Zahns neuartigen experimentellen Ansatz, mit dem erstmals ein möglicher direkter Kohlenstofftransfer nachzuverfolgen ist.

Mit dem „Beyond Research Award“ wurden schließlich Lena Kästner, Professorin für Philosophie, Informatik und Künstliche Intelligenz an der Universität Bayreuth, und Daniel Buschek, Professor für Mobile Intelligent User Interfaces an der Uni, ausgezeichnet. Ihr gemeinsames Forschungsprojekt untersucht, wie Studierende während des wissenschaftlichen Schreibens mit KI-Tools interagieren und wie diese Tools konzipiert werden sollten, um die individuelle Schreibkompetenz zu fördern. Das Projekt verzahnt somit Philosophie und Mensch-Computer-Interaktionen in einem interdisziplinären Ansatz und treibt die Querschnittsthemen Forschung, Lehre und Digitalisierung an der Universität Bayreuth voran.

„Die Universitätsstiftung ist stolz darauf, engagierte Forschende für Ihre exzellenten Arbeiten an global wichtigen Themen auszeichnen zu dürfen. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich“, sagt Michael Hohl, Vorsitzender der Universitätsstiftung.