Wenn mein Mann nach Berlin kommt, geht er erst mal shoppen. Oder zumindest gucken. Das große Kaufhaus am Alexanderplatz, die kleineren Markenläden in der Alten Schönhauser Allee. Weil das Angebot so groß ist und er Läden und Marken findet, die es in Bayreuth nicht gibt. Nimmt man ganz Berlin, gibt es so ziemlich jede Marke des Planeten. Bei mir ist es umgekehrt: Wenn ich in Bayreuth bin, gehe ich erst mal shoppen. Als ich nach Bayreuth gezogen bin, war ich in der ersten Woche etwa viermal im Rotmaincenter. Und auf dem Weg dorthin oder von dort kommend in so ziemlich jedem Geschäft in der Innenstadt. Kaufrausch. Alles ist so schön nah, wenn man, wie wir, in der Nähe der Maximilianstraße wohnt. Aber selbst, wenn wir weiter weg wohnen würden, wäre es auch noch vergleichsweise nah und man müsste nicht mit der Straßenbahn fahren oder der S-Bahn. In der Bahn in Berlin beginnt – zumindest für mich – die schlechte Laune schon, bevor ich einen zu vollen Klamottenladen betrete.
Von Berlin nach Bayreuth Zwischen Kaufrausch und Leerstand
Anke Stessun 24.08.2026 - 17:05 Uhr