Vom Korner-Klub Osaro Rich wechselt aus Hamburg zu Medi Bayreuth

Redaktion
Die Stärken von Osaro Rich (rechts) liegen zwar eher in der Verteidigung. Dass er aber auch offensiv punkten kann, zeigte er Anfang Mai beim Hamburger 101:57-Auswärtserfolg über den MBC Weißenfels mit seiner BBL-Bestleistung von 14 Zählern. Foto: /Eckehard Schulz/Imago Images

Trainer Raoul Korner hat Medi Bayreuth in Richtung des Bundesligarivalen Hamburg Towers verlassen, den umgekehrten Weg geht jetzt Osaro Jürgen Rich Igbineweka oder kurz: Osaro Rich.

Neben den noch einen Vertrag besitzenden Bastian Doreth, Moritz Sanders und Kay Bruhnke, der sich wie der Ex-Hamburger Justus Hollatz (jetzt CB Breogan/Spanien) kurzfristig vom NBA-Draft zurückgezogen hatte, ist der zweite Medi-Neuzugang bereits der vierte Spieler mit einem deutschen Pass. Der 23-jährige gebürtige Lübecker nigerianischer Abstammung erhält in Bayreuth einen Einjahresvertrag.

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„Osaro ist mir die letzten beiden Jahre schon als Spieler aufgefallen, der mit einer sehr hohen Energie spielt“, sagt Medi-Coach Lars Masell in der Vereinsmitteilung zu den Gründen für die Verpflichtung des 190 cm großen und 88 kg schweren Swingmans. „Er ist ein guter Verteidiger, kann richtig Druck auf den Ball machen und hat in genau diesen Eigenschaften auch seine Identität.“ Während seiner Zeit beim SC Rist Wedel in der ProB habe Rich zudem gezeigt, dass er auch offensiv produktiv sein kann. „Osaro verfügt über gute Fundamentals, die es für uns hier nun natürlich weiterzuentwickeln gilt.“

Calles lobt Arbeitseinstellung und Mentalität

Im Alter von 16 Jahren wechselte er nach Hamburg und ging für die Piraten, das Nachwuchsteam der Towers, sowohl in der JBBL als auch in der NBBL auf Punktejagd. Ab 2016 spielte Rich zudem per Doppellizenz für Rist Wedel in der ProB, ehe er im Jahr darauf den Sprung in den Kader der Towers schaffte. Unter Headcoach Mike Taylor gewann er mit diesen in der Saison 2018/19 die Meisterschaft in der ProA und stieg in die BBL auf. Auch während dieser Serie war Rich parallel für den SC Rist Wedel aktiv, für den er in 23 ProB-Spielen im Schnitt auf 12,2 Punkte, 3,8 Rebounds und 1,8 Assists kam.

Im Anschluss unterschrieb er einen Zweijahresvertrag bei den Hanseaten und kam erstmals in der BBL zum Einsatz, bis heute sollten 41 weitere folgen. In der abgelaufenen Saison brachte es Rich auf 16 Partien in der Hauptrunde und eine in den Playoffs, in denen die Towers als Tabellensiebter im Viertelfinale gegen den Zweiten Baskets Bonn ausschieden. In durchschnittlich 7:20 Minuten Einsatzzeit steuerte der 23-Jährige mit einer Feldwurfquote von fast 47 Prozent dabei 2,5 Punkte für das Team von Trainer Pedro Calles bei, der stets die Arbeitseinstellung und Mentalität von Energizer Rich lobte.

In der Variante 3x3 hat er zudem für die deutsche U 23-Nationalmannschaft zehn Länderspiele bestritten.

Bedenken schnell verflüchtigt

Als eingefleischtes Nordlicht und Eigengewächs sei es immer schwierig, irgendwann den Heimatverein zu verlassen, sagt Rich, „nach intensiven Vorgesprächen mit Coach Masell“ hätten sich jedoch alle Bedenken schnell verflüchtigt. „Ich freue mich sehr darauf, meine über die letzten Jahre in der BBL und im Eurocup gesammelten Erfahrungen auch dieses Jahr wieder in einem der Topteams der Bundesliga einsetzen zu können.“ In neun Spielen im Eurocup sammelte Rich in durchschnittlich 7:23 Minuten 1,7 Punkte.

Seinen zweiten Vornamen erhielt er übrigens von seinem Vater in Anlehnung an den früheren deutschen Fußball-Nationalstürmer Jürgen Klinsmann.

 

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