Vom Chlor die Nase voll Keime im Leitungswasser: Bürger ärgern sich über das Trinkwasser

Lisa Faber

In der Familie Kutzer fängt der Ärger gleich nach dem Aufstehen an: „Da wird einem beim Zähneputzen schlecht vom ekligen Chlorgeruch,“ sagt Uwe Kutzer. Das komme vom Leitungswasser. 

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Im Juli wurden im Emtmannsberger Trinkwasser erneut coliforme Keime gefunden – seitdem wird vorsorglich wieder gechlort. Denn wenn solche Bakterien in der Wasserversorgung gefunden werden, ist das ein Zeichen dafür, dass auch gefährliche Keime darin sein könnten. 

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Das Wasser ist in der Gemeinde mittlerweile ein Dauerthema. Massive Probleme mit Keimen seien erstmals im Jahr 2009 aufgetreten, sagt Bürgermeister Thomas Kreil. Im gleichen Jahr sind die Nachbarn der Kutzers, Werner Mayr-Went und Beate Went, mit ihren sechs Kindern aus Österreich nach Emtmannsberg gezogen. Bei der Wahl ihres Wohnorts hätten sie besonders auf die Qualität des Trinkwassers geachtet. „Nachbarn haben uns versichert, dass Emtmannsberg gutes Wasser hat“, sagt Mayr-Went.

Kurz nach ihrem Umzug fand die Familie die erste Abkochanordnung im Briefkasten. Seitdem wurde das Wasser immer wieder von Zeit zu Zeit gechlort. Mittlerweile sind die Familien Went und Kutzer stinksauer. „Ich habe das Gefühl, es wird nichts getan“, sagt Beate Went. Sie wünsche sich mehr Informationen, die sie von der Gemeinde nicht bekomme. Auch ihren Wunsch nach einer Bürgerversammlung zum Thema Wasser wolle ihr der Bürgermeister nicht erfüllen, sagt Went. „Die Gemeinde sagt, das Thema sei zu komplex, um es uns beizubringen“, sagt Uwe Kutzer.


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