Vom 3. bis 5. Mai Residenztage setzen auf Programm für ganze Familie

Sie sind diesmal nicht mehr so lang, aber mit einem Programm, das alle mitnehmen soll: Bei den Bayreuther Residenztagen vom 3. bis 5. Mai sollen Erwachsene und Kinder gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Und es gibt einen Brückenschlag: Von Wilhelmine und dem Welterbe Opernhaus (Foto) zu Wagner. Foto: Eric Waha

BAYREUTH. Was ist Sein? Und was ist Schein? Lässt sich gerade in den Schlössern der Schlösserverwaltung nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennen. Bei den Residenztagen, die in diesem Jahr vom 3. bis 5. Mai in Bayreuth stattfinden, dürfen die Besucher ruhig ein bisschen genauer hinschauen. Und auch ein bisschen länger bleiben. Praktisch auf eigene Faust.

Der große Aufschlag des vergangenen Jahres, als nach der Wiedereröffnung des Weltkulturerbes Markgräfliches Opernhaus nicht nur Resdienztage, sondern gleich Residenzwochen gefeiert wurden, hat die Schlösserverwaltung die Residenztage wieder auf Normalmaß zurückgefahren, sagt Franziska Wimberger, die Pressesprecherin der Schlösserverwaltung, im Gespräch mit unserer Zeitung. "Ein Wochenende ist es diesmal, der Freitag kommt mit dazu - als Kooperation mit der Musica Bayreuth, die mit dem Orchester der jungen, deutsch-französisch-ungarischen Philharmonie die Residenztage eröffnen."

Nicht nur die Dauer ist anders, auch der Fokus ist ein anderer: "Es geht diesmal nicht hauptsächlich ums Opernhaus, sondern auch ums Neue Schloss." Was vor zwei Jahren schon viele Besucher begeistert habe, werde es auch in diesem Jahr wieder geben: "Die Mischung aus drinnen und draußen."

Es kommt wieder ein barock gewandeter Hofstaat, um zu flanieren, "im Ehrenhof und im Hoheitengärtchen gibt es ein Kinder- und ein Familienprogramm. Wir wollen ein bisschen Leben in die Örtlichkeiten bekommen". Großen Wert habe man bei der Gestaltung des Programms darauf gelegt, sowohl im Neuen Schloss als auch im Opernhaus "mehr Familienführungen anbieten zu können". Und Angebote für alle Altersgruppen, wie zum Beispiel Perückenbasteln aus Papier an einer offenen Mitmachstation den ganzen Samstag über im Hoheitengärtchen am Neuen Schloss.

Neben der Kooperation mit der Musica Bayreuth hat die Schlösserverwaltung auch diesmal eine Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Christian-Ernestinum: Schüler haben sich unter Leitung ihres Lehrers Heiko Weiß - dessen Frau Kornelia, Kulturwirtin bei der Schlösserverwaltung, im Opernhaus Eltern und ihre Kinder unter anderem einen Blick hinter die Kulissen werfen lässt - mit den Bildwelten im Neuen Schloss befasst und versuchen sich selbst als Führer durch die Gemäldegalerie des Schlosses.

"Wir haben an beiden Tagen einige Führungen an Orte, an die man normalerweise nicht hinkommt", sagt Franziska Wimberger. "Um den Leuten zu zeigen, was Schein und was tatsächlich Sein ist." Denn die Bereiche sind in diesen fantastischen Bauwerken tatsächlich oft fließend. Wer möchte, der kann auch den ganzen Tag im Opernhaus verbringen, wenn er nicht an der einen oder andere Führung teilnehmen möchte, und die Pracht des Weltkulturerbes in sich aufsaugen.

Wer zwei Welten, die nur schwer aufeinander zu legen sind, dennoch in Einklang bringen möchte, der kann das zum Beispiel am Samstagnachmittag tun: Dann gibt es eine Führung, die von Wilhelmines Welt zu Wagners Welt wandelt. Sogar: wandert. Denn mit Beginn im Opernhaus wird es eine Führung geben, die erst Opernhaus - mit der Antwort auf die Frage, warum Richard Wagner hier nur Beethoven dirigierte - und dann das Richard-Wagner-Museum mit einschließt.

Den Schlusspunkt, sagt Franziska Wimberger, setzt dann am Sonntag wieder die Musik: Die Musikerinnen Alica Paper-Burghardt, Barbara Janke-Aigner und Eva-Maria Wende streifen musikalisch durch Renaissance, Barock und Klassik. Wer zuhören will, kann kommen, es braucht nur eine Eintrittskarte fürs Opernhaus, keine gesonderten Konzertkarten.


Informationen zu allen Führungen, die vom 3. bis 5. Mai bei den Residenztagen angeboten werden, gibt es unter www.bayreuth-wilhelmine.de

 

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