Die Niederlage schmerzte TSV-Cheftrainer Manuel Hartmann kaum, sie war einkalkuliert gewesen, schließlich spielen die Stuttgarterinnen sportlich und finanziell im Grunde in einer anderen Liga – allein der Saisonetat beträgt mit 2,5 Millionen Euro das Zehnfache dessen, was der TSV Flacht in seine Spielzeit investiert. Was aber Hartmann nur schwer verdauen konnte, war die Leistung, die seine Mannschaft im dritten Satz aufs Parkett gelegt hatte. Mit 9:25 waren die Blaubären in nur 18 Minuten zur Strecke gebracht worden und hatten nur drei Angriffspunkte erzielt. Sei Pendant auf Stuttgarter Seite war mit seiner Mannschaft größtenteils zufrieden. „Wir hatten in den vergangenen Wochen alle drei Tage ein Spiel“, sagte Allianz-Trainer Konstantin Bitter, „nach der 2:3-Niederlage gegen Galatasaray am Mittwoch im CEV-Pokal war es ein emotional schwieriges Spiel – deshalb bin ich zufrieden.“ Einzig die vielen Aufschlagfehler im zweistelligen Bereich ärgerten den Stuttgarter Coach, der seiner ersten Sechs immer wieder ein paar Pausen gönnte und die zweite Garde aufs Feld schickte.