Volles Programm Herausforderungen vor dem Schuljahr

Viel zu tun vor dem ersten Gong. Schulleiter Christoph Kasseckert, Thorsten Herzing und Anett Becker berichten über ihr volles Programm. Foto: red

PEGNITZ. Auch im neuen Schuljahr stehen die Schulleiter aus Pegnitz vor großen Herausforderungen. Dazu gehören die Weiterentwicklung schulischer Angebote, die Erstellung des Schulstundenplans sowie die Unterrichtsversorgung durch qualifizierte Lehrkräfte. Eine Menge Aufgaben, die jedes Schuljahr zu lösen sind.

Pegnitz ist keine besonders große Stadt. Mit fast 14 000 Einwohnern zählt sie sogar zu den Kleinstädten und doch haben die Bewohner alles, was man braucht. Vor allem auf dem Bildungssektor braucht sich die Stadt nicht zu verstecken. Bei insgesamt acht schulischen Einrichtungen gibt es ausreichend Möglichkeiten für die Weiterbildung der jungen Bewohner. „Das ist schon bemerkenswert“, bestätigt Realschulleiter Christoph Kasseckert. Mit zwei weiteren Schulleitern, Annett Becker Leiterin des Gymnasiums und Thorsten Herzing Leiter der Christian-Sammet-Mittelschule erklärte er der Redaktion, wie und vor allem ab wann das neue Schuljahr beginnt. So bestätigen alle drei im Gespräch, dass sie sich bereits ab April mit dem nächsten befassen müssen. „Die neuen Lehrer, die wir haben wollen und benötigen, müssen wir bis Mitte Mai dem Ministerium melden“, erklärt Becker, „da beginnen die ersten Vorbereitungen.“ Denn Ende Juli oder August erhalten dann die Schulen auch schon die neuen Lehrkräfte und die müssen einen Platz bei der Verteilung der Klassen finden.

Viel Arbeit, keine Pause

Vorausschauendes Planen ist wichtig. „Wir schauen welche Kollegen eventuell in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen und eine Lücke hinterlassen“, verrät Kasseckert, „damit wir die richtigen Lehrer anfordern können.“ Das Ministerium ist dabei für die gesamte Personalplanung verantwortlich. Einen richtigen Fachkräftemangel spüren die Schulleiter aktuell noch nicht und trotzdem hätte man gerne einen gewissen Puffer, verrät Herzing: „Sagen wir es mal so. Wir kommen unseren Verpflichtungen nach. Wünschenswert wären natürlich noch mehr, sodass wir Arbeitsgruppen anbieten können.“ Die Christian-Sammet-Schule befände sich mit einer mobilen Reserve von zwei Lehrkräften in einer glücklichen Lage. „Einen gewissen Ausfall können wir kompensieren.“ Bei einem Lehrerkollegium von 45 Personen sei es trotzdem eine Herausforderung.

Dass man so viele Ferientage und damit frei habe, das kann keiner der Schulleiter bestätigen. Die erste Woche der Sommerferien sind sie noch jeden Tag im Büro und auch die restlichen Ferien kehren die Schulleiter mehrmals in der Woche an ihre Schreibtische zurück. „Da kommen ganz viele Schreiben in den Ferien, die bearbeitet werden müssen“, erklärt Kasseckert, „man kann sich nicht leisten, dass sich das anhäuft. Denn zum Ende der Sommerferien wird die Planung immer intensiver.“

„Das kriegen Eltern und Schüler gar nicht mit“

Es gebe schon eine gewisse Art an Routine, aber es ändere sich eben auch sehr viel und eigentlich gebe es jedes Jahr Neuerungen. „Das sogar ganz massiv. Das kriegen die Eltern und Schüler gar nicht mit.“

Eine der großen Änderungen an der Christian-Sammet-Mittelschule ist zum Beispiel ein neues Fach: Islamischer Religionsunterricht. Die große Herausforderung war es, dass man sich den lehrenden Kollegen mit fünf weiteren Schulen teilen muss. Die Planung und das Absprechen mit so vielen Kollegen sei äußerst kompliziert gewesen. Und am Gymnasium ist man im kommenden Schuljahr mit dem G9 so weit, dass der neue Lehrplan in der siebten Klasse eingeführt wird. „Das bedeutet neue Bücher für alle Jahrgangsstufen“, erklärt Becker, „und die Lehrkräfte müssen erstmal schauen, wo muss ich jetzt meinen Fokus setzen und wie ist meine Aufteilung des Unterrichtsstoffs.“

Da die einzelnen Schulen ähnliche Nöte und Sorgen haben, treffen sich die Schulleiter aus Pegnitz ab und zu und pflegen den Kontakt untereinander. Man könne es sich nicht erlauben nur nebeneinander zu arbeiten, sagt Kasseckert, der ein Essen mit allen Schulleitern in der vergangenen Woche organisierte. „Jeder hat einen Gewinn davon. Wir tauschen uns aus und helfen einander, wie bei einer guten Nachbarschaft. Als Beispiel: Wenn ich eine Gartenschere brauche, weil meine kaputt ist, dann weiß ich in einer guten Nachbarschaft, welcher Nachbar eine hat und kann dort hingehen und sie mir leihen.“ Es sei eben etwas Anderes, wenn man Wildfremde fragen würde.

 

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