Die Mitglieder der Jungsozialisten, der jungen Liberalen und der Grünen Jugend in der Region wollen sich künftig noch mehr austauschen. Sie sehen die Legalisierung von Cannabis und Wahlen ab 16 Jahren positiv.
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Neben einigen Kontroversen gab es viel Übereinstimmung, vor allem bei folgenden Themen: Cannabis-Legalisierung, Wahl-Alter ab 16 Jahren, Stabilisierung des Rentensystems, Modernisierung der Gesellschaft, mehr Mut zur Nutzung neuer Technologien. Luca Scheuring von den Jusos, Initiator des Ampel-Stammtisches, sieht den neuen Mindestlohn in Höhe von zwölf Euro als Meilenstein: „Gerade aufgrund des noch zu niedrigen Lohnniveaus in der Region werden sehr viele Menschen in Hochfranken vom neuen Mindestlohn profitieren.”
Gedanken über den Zustand der Union hat sich Lisa Bunzel von der Grünen Jugend gemacht. „Die Union ist ausgebrannt, auch weil sie viel zu lange regiert hat. Wir müssen jetzt überfällige Reformen mit frischen Ideen anpacken. Weitere vier Jahre mit einer konservativen Regierung, die den Klimawandel ignoriert, hätten wir uns nicht mehr leisten können.“
Felix Müller, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen, stellt fest: „Bei allen Unterschieden sind wir Jungen von der Demokratie begeistert und wollen an Lösungen arbeiten – dogmatische Schuldzuweisungen waren gestern.“
Die drei Organisationen sind sich laut einer Pressemitteilung einig, dass das Format des Ampel-Stammtisches fortgeführt werden soll. Jusos, JuLis und Grüne Jugend sehen die neue Plattform auch als wichtiges Signal im Hinblick auf die 2023 anstehenden Landtagswahlen. Gemeinsam wollen die Organisationen – jeder der Jugendverbände auf seine Weise – in der Region anpacken und in den nächsten Jahren für frischen Wind sorgen. „Ganz nach dem Motto der neuen Ampel-Koalition: ,Mehr Fortschritt wagen’ “, wie es in der Mitteilung heißt.
Auch der hochfränkische SPD-Abgeordnete Jörg Nürnberger zeigt sich im Gespräch mit der Frankenpost erleichtert, dass der Koalitionsvertrag „so reibungslos gelungen und die Fortschrittskoalition zustande gekommen ist“. Die drei wichtigsten Themen seien nun der Klimaschutz, die Modernisierung der Gesellschaft samt Digitalisierung und die soziale Sicherheit. „Ich glaube, wir haben alle Interessen angemessen berücksichtigt. Sie finden sich in den 178 Seiten Koalitionsvertrag.“ So viel er mitbekommen habe, seien die Verhandlungen von einem sehr guten Klima geprägt gewesen. „Natürlich gibt es zum Beispiel zwischen SPD und FDP gewaltige Unterschiede. Aber man darf sich die Gespräche nicht vorstellen wie zwischen zwei Krämern, die ihre Bestelllisten abstimmen. Nein, wirklich jeder Punkt ist umfassend durchgegangen worden.“
Der SPD-Bundestagsabgeordnete hat mittlerweile in der Stadt Hof ein Wahlkreisbüro eröffnet. Es befindet sich in der Von-der-Tann-Straße 1 und dient als Anlaufstelle für Bürger, Vereine und Institutionen in Hochfranken und auch in den Landkreisen Kronach und Kulmbach. Büroleiter ist Arndt Peckelhoff. Zu erreichen ist das Büro unter der Telefonnummer 09281/8508078 oder unter joerg.nuernberger.wk@bundestag.de. Ein Besuch ist derzeit wegen Corona nicht möglich. red/M. Bäu.