Viel Zweitliga-Erfahrung SpVgg Bayreuth verpflichtet Eroll Zejnullahu

Dribbel- und zweikampfstark: Neuzugang Eroll Zejnullahu ist laut seines Trainers Thomas Kleine weit mehr als ein Ersatz für den nach Aue abgewanderten Ivan Knezevic. Foto: Imago Images/Matthias Koch

Thomas Kleine ist kein Mann, der lange Trübsal bläst. Seine anfangs fest eingeplanten Leistungsträger Ivan Knezevic und Tim Danhof waren beim Drittliga-Konkurrenten FC Erzgebirge Aue gerade vorgestellt, da hatte der neue Coach der SpVgg Bayreuth das abtrünnige Duo gedanklich schon ad acta gelegt. Wobei ihm die Trauerarbeit unheimlich erleichtert wurde: durch einen vielversprechenden Ersatz.

Mit Eroll Zejnullahu verpflichteten die Altstädter am Montagabend einen Spieler, der nicht weniger als 79 Zweitliga-Spiele - 66 für Union Berlin, 13 für Sandhausen an der Seite des Ex-Bayreuthers und Jetzt-Unterhachingers Manuel Stiefler – absolviert hat. Schon aufgrund dieser enormen höherklassigen Erfahrung seines Neuzugangs legt Thomas Kleine Veto bei dem Wort „Ersatz“ ein. Das werde einem Spieler seines Kalibers nicht gerecht. „Ich bin sehr froh, dass wir solch einen erfahrenen Mann bekommen haben, er wird uns definitiv weiterhelfen“, sagt der Altstädter Coach, der den vielseitig einsetzbaren Deutsch-Kosovaren eher in der offensiven Zentrale sieht. „Er hat ein sehr, sehr gutes Eins-gegen Eins. Kann Situationen auch im Dribbling lösen. So wie das Ivan auch gemacht hat.“

Dass der gebürtige Berliner, der zuletzt für den Regionalligisten Berliner AK auflief, für die Altstädter überhaupt erschwinglich wurde, lag auch an seiner Verletzungshistorie. Es waren mehrere kleinere Verletzungen, die den dreimaligen kosovarischen Nationalspieler zwischenzeitlich zurückwarfen und so eine noch glanzvollere Karriere verhinderten.

Sechs Jahre bei Union Berlin

Nach seinen Anfangsjahren bei mehreren kleineren Berliner Vereinen wechselt er im letzten A-Jugend-Jahr zu Union Berlin. Und startete dort durch. Insgesamt sechs Jahre spielte Zejnullahu für die Eisernen, unterbrochen von einer einjährigen Leihe zum SV Sandhausen. Nach 79 Zweitligaeinsätzen ging es für Zejnullahu nach Jena. Nach dem Abstieg aus Liga drei endete sein Vertrag. Nach einem halben Jahr ohne Verein zog es ihn zum slowakischen FC Nitra, wo ein deutsches Investoren-Team hochtrabende Pläne verfolgte, nach einem halben Jahr aber krachend scheiterte. Für Zejnullahu und vier andere Deutsche war in Nitra deshalb schon bald wieder Schluss.

Es folgte ein Engagement beim Berliner AK, bevor es auch dank der guten Verbindungen seines Spielerberaters und ehemaligen SpVgg-Sturmtanks Francis Kioyo nach Bayreuth zur Altstadt ging. „Ich habe 2011 schon gesagt, dass Bayreuth in die zweite Liga gehört“, wird Kioyo in einer Mitteilung des Vereins zitiert. „Mit dem Schritt in die 3. Liga ist Bayreuth einfach auch wieder interessant für solche Spieler geworden und einen wichtigen Schritt gegangen.“

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