Viel Aufwand, null Ertrag Neudrossenfeld unterliegt Feucht mit 1:3

Andreas Sponsel (blaues Trikot) unter Bedrängnis: Diese verunglückte Faustabwehr des Feuchter Torhüters führte zur 1:0-Führung des TSV Neudrossenfeld durch Mikel Seiter (nicht im Bild). Foto: Peter Kolb

FUßBALL. Der TSV Neudrossenfeld muss sich in der Landesliga Nordost erst einmal nach unten orientieren. Trotz einer kämpferisch sehr ansprechenden Leistung unterlag die Mannschaft von Trainer Markus Taschner dem Vizemeister und Topfavoriten 1. SC Feucht mit 1:3 (1:2).

„Wenn Aufwand und Ertrag nicht im Verhältnis stehen, dann kommt eben so was dabei heraus“, blickte Sebastian Brand, der Neudrossenfelder Co-Trainer, auf eine Partie zurück, die seine Mannschaft über weite Strecken dominiert hatte, in der Anfangsphase sogar deutlich.

Mit aggressivem Pressing ließen die Neudrossenfelder den Meisterschaftstopfavoriten nicht zur Entfaltung kommen. Die Grün-Weißen kamen immer wieder schnell in Ballbesitz, erarbeiteten sich erste Chancen, brachten aber Torhüter Andreas Sponsel im Feuchter Gehäuse kaum in Verlegenheit. Das änderte sich in der 27. Minute. Bei einer langen Freistoßflanke aus dem Halbfeld sah der ehemalige Torhüter der SpVgg Bayreuth nicht gut aus. Seine schwache Faustabwehr landete vor den Füßen von Mikel Seiter, der per Seitfallzieher vollendete.

Die 1:0-Führung war hochverdient, hatte aber gerade einmal vier Minuten Bestand. Denn mit ihrer ersten nennenswerten Offensivaktion überhaupt kamen die Mittelfranken zum Ausgleich. Eine gut getimte Flanke auf den langen Pfosten legte Noah Mengi in die Mitte ab, wo Stephan König nur noch einzuschieben brauchte. Vollends auf den Kopf gestellt wurde der Spielverlauf kurz vor der Pause, als die Gäste ihre Offensivqualitäten ein zweites Mal eindrucksvoll unter Beweis stellten. Letzte Station eines schulbuchmäßigen und blitzschnell vorgetragenen Konters war der am langen Pfosten vollendende Tim Ruhrseitz.

Gareis trifft nur die Latte

Nach dem Pausentee stemmten sich die Neudrossenfelder noch einmal dagegen, waren aber nicht mehr so überlegen wie in Hälfte eins. Und dennoch gab es eine erstklassige Chance. Die hatte mit Daniel Gareis einer der herausragenden Akteure beim TSV. Aus kurzer Distanz visierte der Mittelfeldmotor aber nur die Unterkante der Latte des Feuchter Gehäuses an. „Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, hätte der Daniel hier getroffen“, sagte Sebastian Brand.

So lief die Partie in Richtung der Mittelfranken, die nun immer wieder in die sich bietenden Räume stießen, allerdings nur bei Standards Gefahr ausstrahlten. Blieb TSV-Torhüter Tobias Grüner in der 73. Minute bei einem Kopfball von Yasin Kaya noch siegreich, hatte er sechs Minuten später bei einem Abschluss von Stephan König aus ähnlich kurzer Distanz keine Chance. Damit war die Messe gelesen, obgleich die Heimelf weiter alles probierte und sich damit wenigstens das Lob ihres Co-Trainers verdiente: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles probiert. Aber was willst du machen, wenn der Gegner aus vier Chancen drei Tore macht, wir uns aber wieder nicht belohnen.“

TSV Neudrossenfeld: Grüner – Gareis, Pauli (59. Löhrlein), Hahn, Taubenreuther, Engelhardt (81. Gerull), Möckel, Pötzinger (70. Lattermann), Seiter, Schelenz, Peters.

1. SC Feucht: Sponsel – Kaya, Mbettsi (74. Kammermeyer), Mengi, König (83. Pasko), Schäf, Ruhrseitz, Oltean, Weber (66. Ahmed), Höhenberger, Klose.

SR: Ziegler (FC Lindach);

Zuschauer: 155.

Tore: 1:0 Seiter (27.), 1:1 König (31.), 1:2 Ruhrseitz (44.), 1:3 König (80.).

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading