Wie mehrfach berichtet, liegt Krause und seinem damaligen kaufmännischen Leiter Uwe K. schwere Untreue zur Last. Die beiden sollen im Jahr 2012 Überweisungen von insgesamt 3,7 Millionen Euro an die NKD-Auslandstochter Sunfortune in Hongkong veranlasst haben. Vor dort wurde das Geld an eine in Zypern sitzende Beratungsfirma namens Zarando weitertransferiert. Während der Hauptangeklagte Krause behauptet, diese Beratungsfirma habe für das Geld geheime Informationen über Herstellerpreise von Textilproduzenten in Asien geliefert, meint die Wirtschaftsstaatsanwaltschaft in Hof: Die Beratungsfirma Zarando war eine Scheinfirma, die keinerlei Gegenleistungen erbrachte. Sie habe alleine dem Zweck gedient, das Geld aus der NKD herauszuziehen.