Verteidiger aus Freiburg Alles andere „nicht akzeptabel“

Die Playoffs anvisieren will Patrick Kurz mit den Tigers: „Alles andere ist nicht akzeptabel.“ Foto: Imago/Nordphoto/Hafner

Ein weiterer Verteidiger verlängert die Liste der Neuzugänge beim Eishockey-Zweitligisten Bayreuth Tigers für die kommende Saison. Patrick Kurz wechselt vom Ligarivalen EHC Freiburg.

Der nächste Neuzugang der Bayreuth Tigers für die Verteidigung kommt vom Ligakonkurrenten EHC Freiburg. Mit seinen 26 Jahren hat Patrick Kurz bereits 356 Partien (13 Tore, 76 Assists) in der DEL2 bestritten. „Mit seiner Erfahrung, seinen läuferischen Qualitäten sowie Präsenz in der eigenen Zone wird Patrick unserer Defensive mehr Stabilität verleihen“, sagt Geschäftsführer Matthias Wendel in der Mitteilung des Klubs, und Co-Trainer Marc Vorderbrüggen ergänzt: „Er kennt die Liga sehr gut, ist stark mit dem Schläger gegen den Puck und weiß seinen Körper einzusetzen. Er ist ein Leader, den man gerne im eigenen Team hat.“

Seine Eishockey-Ausbildung genoss der 1,85 Meter große und 84 Kilogramm schwere Linksschütze zunächst bei seinem Heimatverein in Augsburg, bevor er sich in der Kaderschmiede der Jungadler Mannheim den Feinschliff abholen konnte (zweimal DNL-Meister) und von der U 16 bis zur U 20 alle Nationalteams durchlief (zwei WM-Teilnahmen mit der U 18 und U 20). Die ersten Einsätze in der DEL2 erhielt Kurz in der Saison 2013/14 in Heilbronn, bevor ihn sein Weg über die Ravensburg Towerstars und Augsburger Panther, für die er siebenmal in der DEL auflief, zurück zu den Falken führte. Jeweils drei Spielzeiten verbrachte er in Heilbronn und dann in Freiburg.

Die jetzige Entscheidung für Bayreuth sei relativ leicht erklärt, sagt Kurz: „Von der ersten Kontaktaufnahme habe ich gespürt, dass man sich seitens des Trainers und der Geschäftsführung sehr um mich bemüht. Wir hatten sehr gute Gespräche, sodass weitere Optionen dann für mich nicht mehr von Interesse waren.“ Seine künftigen Teamkollegen Ville Järveläinen und Lukas Slavetinsky kennt er bereits aus gemeinsamen Heilbronner beziehungsweise Ravensburger Tagen. „Das sind zwei super Jungs, auf die ich mich sehr freue. Mit Garret Pruden, der hoffentlich auch bleiben wird, habe ich in Freiburg kurz gespielt.“ Insgesamt lese sich das Team mit „guter Mischung aus jungen und erfahrenen Deutschen“ sowie „sehr guten Kontingentspielern“ auf dem Papier sehr gut.

Die Tigers seien als Gegner immer sehr unangenehm gewesen, „und das muss so bleiben. Zuletzt war es auch manchmal etwas wild, aber es wurden immer viele Tore geschossen.“ Sich selbst sieht Kurz „noch nicht am Ende meines Leistungsvermögens“ und will in Bayreuth „noch eine Schippe drauflegen. Offensiv möchte ich da anknüpfen, wo ich vor zwei, drei Jahren war.“ In der Saison 2019/20 war er mit 27 Scorerpunkten immerhin die Nummer 17 unter allen DEL2-Verteidigern, bei den Assists (25) sogar die Nummer zehn. In der vergangenen Spielzeit konnte er wegen einer Verletzung inklusive Playoffs nur 30 Einsätze (2/4) absolvieren.

„Ich möchte natürlich vorangehen und den jüngeren Kollegen helfen – auf und neben dem Eis“, sagt Kurz. „Mit der Mannschaft selbst müssen wir in jedem Fall die Playoffs anvisieren. Alles andere ist eigentlich nicht akzeptabel.“

Zuvor steht allerdings erst noch ein Roadtrip an der Westküste der USA mit seiner Freundin an, mit der er momentan „zu Hause in Königsbrunn“ ist, „wo wir auch aufgewachsen sind. Wir genießen es, mit Freunden und Familien Zeit zu verbringen, was unter der Saison nur schwer möglich ist.“ Zudem arbeite er seinen individuellen Trainingsplan ab, um dann topfit in Bayreuth anzukommen.

INFO: Der Kader der Bayreuth Tigers für die kommende Saison besteht derzeit aus: Tor: Olafr Schmidt (Landshut), Lukas Steinhauer; Abwehr: Niklas Gabriel, Lubor Pokovic, Lukas Slavetinsky (Selber Wölfe), Jakub Kania (Lausitzer Füchse), Patrick Kurz (Freiburg); Angriff: Christian Kretschmann, Sami Blomqvist (Kaufbeuren), Ville Järveläinen, Jan-Luca Schumacher, Dani Bindels, Mike Mieszkowski (Hannover Indians), Frederik Cabana, Philippe Cornet (Hämeenlinna/FIN).

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