Bayreuth Dacia fliegt am Hohenzollernring durch die Luft

, aktualisiert am 26.07.2021 - 17:55 Uhr

Filmreifer Überschlag auf dem Hohenzollernring in Bayreuth: Am frühen Montagnachmittag fliegt ein Dacia Sandero über dem  Stadtring in  Höhe der Abzweigung zur Bahnhofstraße unfreiwillig durch die Luft. Nachdem der Fahrer eine rote Ampel übersehen hatte, kam es zum Unfall inklusive Überschlag und Landung auf dem Dach. Vier Menschen waren am Unfall beteiligt. Sie hatten Glück im Unglück.

Bayreuth - Gegen 13 Uhr fuhr der 65-jährige Unfallverursacher aus Bayreuth in seinem roten Dacia auf dem Hohenzollernring Richtung Rotmain-Center. Vor der Kreuzung mit der Bahnhofstraße hätte er bremsen müssen. Er übersah aber die rote Ampel und fuhr deshalb auf einen an der Ampel stehenden Fiat 500 auf.

Daraufhin wurde es spektakulär: Der Dacia wurde ausgehebelt und flog durch die Luft. Bereits während des Fluges, so berichtet die Polizei von Zeugenaussagen, soll er sich um sich selbst gedreht haben. Wenig später krachte er mit dem Dach voraus auf die Gegenfahrbahn. Dort bremsten entgegenkommende Fahrzeuge gerade noch ab. Der Fiat 500, in dem eine 56-jährige Frau am Steuer und ihr  26-jähriger Sohn auf dem Beifahrersitz sitzen, wurde wiederum durch den Aufprall nach vorne auf einen Audi geschoben, in dem ein 25-Jähriger saß.

„Der Fahrer des Dacia  hatte wohl Glück, dass der vor ihm stehende Fiat 500 ein Schwebeheck hat, und er deshalb einen guten Winkel hatte“, vermutet ein Beamter der Polizei Bayreuth-Stadt, der zur Unfallaufnahme direkt vor Ort war. Wie der Polizist einige Stunden später auf Kurier-Nachfrage sagte, blieben alle Unfallbeteiligten unverletzt.

Der 65-Jährige wurde zwar von einem Rettungswagen zur Untersuchung mitgenommen, konnte aber im Anschluss nach Hause gehen. „Was morgen, ist, wenn der Schock nachlässt, weiß man nicht“, sagt der Polizist. „Stand heute sind aber alle unverletzt.“

Und das, obwohl der Hohenzollernring voller Trümmer war. Der Dacia und der Fiat mussten abgeschleppt werden. Feuerwehrleute entfernten Teile und säuberten die Straße. Drei Feuerwehrfahrzeuge waren vor Ort, sowie vier Streifen der Polizei Bayreuth-Stadt. Die Polizisten mussten den Verkehr regeln.

Im Kreuzungsbereich gab  es fast eine Stunde lang  Behinderungen. Etliche Fahrstreifen in beide Richtungen waren  gesperrt. Es kam zu „immensem Stau“, wie der Polizist sagt. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 25.000 Euro.

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