Ein gesonderter Weg – neben dem bestehenden Flurbereinigungsweg – kann nicht geschaffen werden, erläuterte Bürgermeister Hans Freiberger, da der Weg nicht in Verbindung mit den Änderungen an der Brücke gebracht werden kann. „Die Bahn baut ja nicht die Brücken, die sind nur der Netzbetreiber. Der Bund zahlt das alles.“ Nun habe der Projektleiter einen anderen Vorschlag unterbreitet, der vorsieht, dass die Einfahrt auf die Staatsstraße verbessert werden könne. Der Plan beinhalte, dass diese ein Stück weit in Richtung Engelmannsreuth versetzt und damit die Sicherheit erhöht werde. Gerade die größeren Landmaschinen aber auch die schweren Baufahrzeuge hätten es so einfacher, da sie gerade zur Straße stehen und eine bessere Einsicht auf die kommenden Fahrzeuge hätten. „Auch der Weg würde wieder so hergestellt werden, wie er einmal war – vielleicht auch besser“, sagte Freiberger. In einem vorherigen Beweisaufnahmeverfahren soll der Ist-Zustand festgehalten und im Nachgang wiederhergerichtet werden.

Damit die Einfahrt überhaupt versetzt werden kann, müsste ein Stück Land von Reinhold Höreth gekauft werden, der ebenfalls bei dem Vor-Ort-Termin anwesend war. Der signalisierte, dass er verkaufen würde. „Es ist ja sinnvoll, dass das gemacht wird. So kommt man hier besser raus. Mir wäre wichtig, dass man noch Schilder anbringt, dass kein unbefugter reinfährt. Außerdem möchte ich, dass drei oder vier Leerrohre unter der Brücke verlegt werden, denn oben habe ich keinen Platz mehr“, holte Höreth aus, der einige Probleme durch den Bau auf sich zukommen sieht. „Den Dreck, der hier und unter der Brücke reingetragen wird, den macht mir niemand weg.“ Dieser Aussage konnte Freiberger nur zustimmen und bestätigte, dass durch die Privatisierung die Bahn an Qualität nachgelassen habe. „Die machen erst etwas, wenn Gefahr im Verzug ist. Da haben wir keine Chance“, sagte er.

An der Brücke selbst werde sich folgendes ändern. Die Brückendurchfahrtshöhe würde von 3,60 Meter auf 2,60 Meter abgesenkt werden – die Durchfahrtsbreite bleibe bei einer Breite von ungefähr zwei Meter. Autos und kleiner landwirtschaftliche Traktoren hätten, wie bisher, genügend Platz, um durchzufahren – größere Traktoren hatten bereits vorher keine Möglichkeit, durch die Brücke abzukürzen und müssten weiterhin über die Staatsstraße fahren.

Freiberger bekräftigte, wie wichtig die Entscheidung des Gemeinderats sei, da an dieser Stelle bereits viele Unfälle passiert seien. So erinnerte er daran, dass die Gemeinde bereits einen Antrag auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung gestellt habe, dieser jedoch abgelehnt wurde. „Hier sind bereits Menschen ums Leben gekommen. Gott sei Dank, ist seit längerem nichts mehr passiert. Wenn wir das sicherer machen können, dann sollten wir das auch tun“, forderte er.

Da Reinhold Höreth an sich bestätigte, dass er das kleine Stück Land verkaufen würde, ginge es nun nur noch darum, ob der Gemeinderat dem Vorschlag zustimme. Zur Entscheidung erwähnte Freiberger noch, dass man sich auf der Gemarkung Creußen befinde. Falls das Gremium zustimme, dann müsse auch Creußen den Acker kaufen. „Damit hätte ich kein Problem. Und falls Creußen das nicht will, dann könnten wir das Grundstück kaufen und Prebitz hätte dann einen Grundbesitz in Creußen“, merkte Freiberger an, „und über den Kaufpreis werden wir uns schon einig.“ Der Gemeinderat entschied sich einstimmig für den Vorschlag des Projektleiters, die Einfahrt zu versetzen und alle damit zusammenhängenden Maßnahmen.