Endlich wieder bummeln Verkaufsoffener Sonntag in Kulmbach

Der verkaufsoffene Sonntag und der gleichzeitig stattfindende Trödelmarkt lockten zahlreiche Menschen in die Kulmbacher Innenstadt. Händler und Kunden genossen es, endlich wieder ein Stück Normalität zurückgewonnen zu haben.

Kulmbach - Am gestrigen Sonntag luden Geschäftsleute und Händler nicht nur zum verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt ein, sondern auch zum Flohmarkt auf dem Kaufplatzgelände. Und am Holzmarkt bestand zudem die Möglichkeit, sich impfen zu lassen.

Kulmbachs Bürger, aber auch die der Nachbarstädte, nahmen das Angebot gerne an, endlich mal wieder nach Herzenslust durch die Geschäfte und die Innenstadt zu bummeln. Lange ist es her, dass Kulmbach so viele Menschen auf einmal gesehen hat. Und die Leute genossen den Tag. Der Sonntag begann mit dem Flohmarkt und Kinderflohmarkt. Bereits zu Beginn der Marktzeiten hatten sich zahlreiche Schnäppchenjäger eingefunden. Das Angebot war wie immer breit gefächert. Eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt auf so einem Trödelmarkt. Sei es eine Behandlungsliege, Holzschlitten, Einhörner, Elektrogeräte und Klamotten.

Flohmarkthändlerin Daniela Fehrer aus Coburg, freut sich, dass nun wieder Märkte stattfinden dürfen. „Die Auflagen sind für die Marktagenturen von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Da werden einem schon viele Steine in den Weg gelegt“, sagt die dunkelhaarige Frau. Kundin Rosita Reuß aus Mainleus bummelt mit ihrer Freundin über das Marktgeschehen. Sie stöbert gerade durch einen Kleidungsständer und ist froh, dass es endlich wieder Trödelmärkte gibt. Um 13 Uhr dann öffneten die Geschäfte in der Innenstadt. Es dauerte nicht lange und die Gassen füllten sich.

Der Hunger nach Normalität und sozialen Kontakten, so wie es sie vor Corona noch ganz ungezwungen gab, ist den Leuten regelrecht anzumerken. Friederike Ködel aus Kulmbach ist mit ihrem Mann Peter Wiesel zum Bummeln unterwegs. Sie freut sich über den Nachmittag: „Ohne Maske durch die Stadt laufen ist schon was wert. Es ist schön, den Sonntag in der Stadt verbringen zu können, wo endlich wieder mal was los sein darf.“ Einen Stopp legt das Paar unter anderem bei der Parfümerie Benker ein, wo sie sich von Mitarbeiterin Simone Brendel die neusten Düfte vorstellen lassen. Auch die Sprecherin von „Unser Kulmbach“, Alexandra Hofmann, freut sich über den Verkaufsoffenen Sonntag: „Endlich mal wieder was los. Dieser Tag ist wichtig für die Händler, aber auch für die Kunden. Der letzte Verkaufsoffene Sonntag fand vor eineinhalb Jahren statt“, sagt sie.

Renate Emmert vom Creativ-Shop findet: „Es ist so schön, dass die Stadt belebt ist. Schade eigentlich, dass der Flohmarkt nicht auf dem Marktplatz stattfinden konnte, dann wäre die Sache runder gewesen.“ Derweilen flanieren die Menschen durch die Gassen. Kind und Kegel sind dabei sowie zahlreiche Hunde. Besonderes Aufsehen erregte eine Bloodhound-Hundedame – eine sanfte Riesin.

Es ist eine gute Stimmung in der Innenstadt. Auf einer Bank haben sich drei junge Leute niedergelassen. Laura und Pepe sind Austauschschüler am Caspar-Vischer-Gymnasium und kommen aus Gran Canaria. Heute isst Laura mal eine Curry-Wurst, doch die vergangenen Tage gab es immer nur Bratwürste vom Stand in der Innenstadt. „Sie sind so gut, so was gibt es bei mir zu Hause nicht“, bedauert das nette Mädchen. Und die Tochter der Gasteltern, Theresa, spottet: „Gestern haben wir am Abend gegrillt, da hat sie gleich sechs Bratwürste gegessen.“

Und auch an der Impfstation des Landratsamtes haben sich bereits kurz nach einer Uhr Impfwillige eingefunden. „Gestern in Stadtsteinach am Bauernmarkt haben sich 22 Menschen impfen lassen“, freut sich Ute Pesch vom Landratsamt. Und auch heute hofft das Team auf guten Erfolg. „Jede Impfung zählt und gibt den Menschen Freiheiten zurück“, ist sie überzeugt. Gleich daneben zieht die Kinder-Eisenbahn ihre Runden. Und trotz kühler Temperaturen genossen die Besucher einen Kaffee oder ein Eis im Freien. Ein schöner Tag für Kulmbach und ein Stück zurück in die Normalität.

 

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