Darauf lassen zumindest die Forschungen der Musikwissenschaftlerin Adelheid Krause-Pichler schließen. Nur überdauert hat sein Werk die Zeiten nicht.
Eher zufällig ist Miho Shirai-Murakami auf der Suche nach Flöten-Sonaten also auf Kleinknechts Noten gestoßen, hat daraufhin weitergesucht „und alles ausgegraben“. Für das Kammermusik-Ensemble La Cantonnade – dem neben Heineke und Shirai-Murakami noch Zsusza Csige und Marie Colombat angehören – ein bis dato unbekannter Komponist, und das obwohl man als „altes Musikensemble“ immer nach Nischen guckt, sagt Niklas Heineke. Alt deshalb, weil die vier Musiker, die sich während ihres Studiums an der Hochschule für Musik in Frankfurt kennengelernt haben, auf Nachbauten historischer Instrumente spielen. So sind auf das Barockcello von Colombat keine Metallsaiten aufgezogen, sondern Ziegendarm gespannt. Und der Bogen nach historischem Vorbild lässt die Musik „tänzerischer und deutlicher klingen“, findet die gebürtige Französin.