Verfolgerduell in Neudrossenfeld

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Die Pflicht hat der TSV Neudrossenfeld am vergangenen Wochenende mit dem 2:1-Sieg beim Vorletzten Baiersdorfer SV erfüllt. Am heutigen Samstag soll die Kür folgen, wenn der Tabellenvierte der Landesliga Nordost um 17 Uhr den Zweiten SC Feucht zum Verfolgerduell empfängt.

Sein Einsatz gegen Feucht ist fraglich: Daniel Gareis (rechts, gegen den Mitterteicher Tobias Müller) erzielte am vergangenen Wochenende beim Baiersdorfer SV den Neudrossenfelder 2:1-Siegtreffer. Foto: Peter Mularczyk Foto: red

Spitzenreiter ATSV Erlangen ist zwar schon auf sieben Punkte enteilt, die beiden Gegner trennen aber nur zwei Zähler. Trotzdem wird der TSV im Erfolgsfall wohl nur für 24 Stunden den Relegationsplatz übernehmen, denn mit einem Ausrutscher des mit Feucht punktgleichen TSV Buch beim Schlusslicht VfL Frohnlach ist eher nicht zu rechnen.

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Das ist dem Neudrossenfelder Trainer Werner Thomas im Moment aber völlig egal. „Es zählt nicht, ob wir nach einem Drittel der Serie Zweiter oder Dritter sind. Das Interessante ist, wie sich die Mannschaft präsentiert und ob sie schon so weit ist, mit einem absoluten Topfavoriten mitzuhalten, nachdem sie sich über Wochen hinweg diese Ausgangsposition erarbeitet hat.“

Denn das sind die Feuchter nach dem Bayernliga-Abstieg unter ihrem neuen Trainer, Ex-Profi Rainer Zietsch, ohne Zweifel. Der Start verlief mit drei Unentschieden zwar etwas holprig, danach gab es bis auf die knappe Niederlage beim ATSV Erlangen (0:1) vor zwei Wochen aber nur noch Siege. Den jüngsten (2:0 gegen FC Lichtenfels) musste der SC allerdings mit zwei Roten Karten gegen Philipp Mandelkow und Nico Wessner, den mit vier Treffern zweitbesten Torschützen hinter Felix Spielbühler (fünf), bezahlen. Mit von der Partie werden hingegen wohl die Ex-Altstädter Andreas Sponsel und Michael Eckert sein.

„Feucht hat ganz andere Ziele und einen noch größeren und noch ausgeglicheneren Kader als wir, um Ausfälle zu kompensieren“, erklärt Thomas den Unterschied und fügt an: „Um sie vielleicht in die Knie zwingen zu können, müssen wir an die zweite Halbzeit gegen Selbitz anknüpfen. Wenn wir nur ein bisschen davon abweichen, wird es sehr schwer.“ Heute stehen ihm Claudio Bargenda und Julian Pötzinger wieder zur Verfügung. Fraglich ist der Einsatz des Siegtorschützen von Baiersdorf, Daniel Gareis, der sich seit Anfang der Woche mit Oberschenkelproblemen herumplagt.

TSV Neudrossenfeld: Grüner, Schuberth – Bargenda, Engelhardt, Gareis (?), Greef, Günther, Haack, Hacker, Hahn, Hamacher, Hilla, Möckel, Pauli, Pötzinger, Sahr, Taubenreuther.

FSV hofft auf Sensation

Mit einem 6:2-Sieg gegen Schlusslicht VfL Frohnlach beendete der FSV Bayreuth am vergangenen Wochenende seine sechs Spiele anhaltende Durststrecke in der Landesliga Nordost. Am heutigen Samstag um 16 Uhr beim souveränen Spitzenreiter ATSV Erlangen hofft Trainer Jörg Pötzinger, dass sich dieses Ergebnis nicht umdreht.

Die Abwehr des Tabellenneunten wird aber wohl Schwerstarbeit verrichten müssen. 38 Treffer hat Erlangen in elf Partien schon erzielt – neun davon Ex-Profi Ahmet Kulabas, vier der wie Michael Krämer von der SpVgg Bayreuth gekommene Sebastian Glasner. „Alle elf Mann müssen 120 Prozent verteidigen. Wir müssen ihnen die Lust nehmen, dürfen sie nicht spielen lassen. Nur so haben wir eine Chance“, weiß Pötzinger.

Realistisch gesehen sei der Gegner angesichts der Namen aber schon übermächtig. Nur am zweiten Spieltag gegen den SV Memmelsdorf (0:0) klappte es nicht mit der vollen Ausbeute, in fünf Heimbegegnungen hat der ATSV noch kein Gegentor zugelassen. „Auch solche Mannschaften haben mal ein oder zwei Ausrutscher. Vielleicht sind wir ja die Ersten, die eine Sensation schaffen. Zuzutrauen wäre es uns jedenfalls. Wir sind für die verrückten Spiele prädestiniert“, macht Pötzinger Hoffnung.

Eine dieser Partien sei auch die gegen Frohnlach gewesen. „In den ersten 15 Minuten haben beide Abwehrreihen nicht gerade geglänzt. Da dachte ich, dass es wieder ein 5:4 oder 5:5 wird. In der zweiten Halbzeit wurde es Gott sei Dank besser“, berichtet der FSV-Coach, dem heute wieder etwas mehr als das Notaufgebot der vergangenen Woche zur Verfügung steht.⋌schr

FSV Bayreuth: Petrovic, Nüssel – Menzel, Schwarzer, Röthlingshöfer, Kellner, Graf, Hendel-Diaz, Ari, Sesselmann, Koßmann, Schuberth, Schmidt-Hofmann, Düngfelder, Konradi (?), Eisele.

SpVgg II ohne Angst zum Sechsten

Aufbauarbeit war in dieser Woche bei der SpVgg Bayreuth II angesagt. Nach der 1:3-Niederlage beim damaligen Schlusslicht ASV Veitsbronn steht für den Fünfzehnten der Landesliga Nordost am heutigen Samstag um 15 Uhr die vermeintlich wieder schwerere Aufgabe beim Tabellensechsten SV Memmelsdorf an.

„Für uns gibt es keine leichten Gegner. Unsere junge Mannschaft muss sich jedes Mal neu erfinden“, erklärt Trainer Michael Regn, der ein sehr intensives Spiel erwartet. „Wir haben aber keine Angst und wollen schauen, wieder in die Spur zu kommen und etwas Zählbares mitzunehmen.“

Ein gutes Omen für die Altstädter Reserve könnte vielleicht sein, dass es auswärts ohnehin besser läuft als daheim und sich ihr Gastgeber mit 19 Punkten in der Nähe der SG Quelle Fürth (5./20) aufhält, bei der sie vor zwei Wochen einen überraschenden 3:1-Erfolg feierte. „Nach den unerwarteten Punkten und der guten Leistung in Fürth haben wir es uns gegen Veitsbronn natürlich anders vorgestellt. Wir können es aber nicht ändern“, sagt Regn.

Aufgrund von Unkonzentriertheiten habe seine Elf vorne ihre Chancen vergeben und sei hinten ausgehebelt worden. Zudem habe der Ausfall von Hannes Küfner wehgetan, dessen Rotsperre mittlerweile von sieben auf vier Spiele reduziert wurde. Heute fehlt allerdings auch sein Sturmpartner Hannes Sommerer, hinter Torhüter Fabio Kormann steht wegen eines grippalen Infekts noch ein Fragezeichen. Bei Memmelsdorf gilt es auf Dominik Schütz zu achten, der nach seinem Wechsel aus Baiersdorf (6 Spiele/0 Tore) in drei Partien zwei Treffer erzielt hat.

SpVgg Bayreuth II: Kormann (?), Merrick – Michaelis, Beszczynski, Krebs, Eckert, Fuhrmann, Peeters, Riess, Reutlinger, Langlois, Lang, Bäßler, Müller, Seeger.