Verbot verlängert Weiter keine Zuschauer bei den Fußball-Amateuren

FUSSBALL. Für den geplanten Neustart im bayerischen Amateurfußball stehen die Ampeln weiterhin auf Rot. Bei der Sitzung des bayerischen Ministerrats am Dienstag wurde die aktuelle Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bis zum 18. September verlängert.

Vergeblich hat man beim BFV auf grünes Licht für die Fortsetzung der Saison gehofft. Fotomontage: Frankenpost Quelle: Unbekannt

Somit steht nun auch der geplante Pflichtspielstart aller bayerischen Amateurfußball-Ligen am Wochenende des 19./20. September wieder auf der Kippe. Denn seitens des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) wurde stets betont, dass man den mehr als 4500 bayerischen Fußballklubs eine entsprechende Vorlaufzeit einräumen möchte, um mögliche Auflagen organisatorisch auch umsetzen zu können.

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Den Rahmen hatte Staatsminister Florian Herrmann schon gesteckt, als er die Pressekonferenz in der bayerischen Staatskanzlei eröffnete: Die Sitzung habe ganz im Zeichen des Schulstarts gestanden. Über den referierte Herrmann denn auch und kündigte dann noch an, Messen wieder zuzulassen. Der Sport blieb außen vor.

Auf Nachfrage rechtfertigte Herrmann ausbleibende Lockerungen und betonte: „Es wäre grob fahrlässig zu meinen, dass die Gefahr schon gebannt sei, nur weil aktuell das Infektionsgeschehen hinsichtlich der Bettenbelegung in den Krankenhäuser vertretbar ist. Wir wollen nicht in eine neue unkontrollierte Entwicklung kommen. Wir müssen es auch weiter in den Griff bekommen, das zeigen uns warnende Beispiele anderer Länder.“

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) reagierte noch am Nachmittag mit einer Pressemitteilung auf die aktuellen Geschehnisse. Bei den Verantwortlichen herrscht nach wie vor großes Unverständnis für die aus ihrer Sicht „Ungleichbehandlung des Amateurfußballs“. Ein Brandbrief des Präsidenten Rainer Koch hatte offenbar keine Wirkung gezeigt. „Der bayerische Ministerrat hat sich wiederholt nicht zum Thema Breitensport oder zu Rahmenbedingungen für die Wiederaufnahme des Wettkampf-Spielbetriebs geäußert – und ist damit nicht auf die Forderungen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) eingegangen“, heißt es in dem Schreiben.

Für Dienstagabend hat der BFV eine außerordentliche Vorstandssitzung einberufen, in der über weitere Schritte beraten wird. Der Klageweg könnte dabei eine mögliche Option sein. Über die Ergebnisse wird der Verband im Laufe des Mittwochs informieren.