Verabschiedung bei der IHK Oberfranken Dank für jahrelangen Einsatz für Oberfranken

Redaktion

Die Mitglieder der Vollversammlung bedanken sich bei Laura Krainz-Leupoldt und Horst-Otto Küspert Präsident Michael Waasner bezeichnetihr Engagement „Ehrenamt pur“.

Auf 228 Jahre Ehrenamt allein in der Vollversammlung der IHK für Oberfranken Bayreuth haben es die Anwesenden im Kaisersaal von Kloster Banz gebracht. Mit einem „Ehrentag für das Ehrenamt“, wie es Präsident Michael Waasner ausdrückte, verabschiedete die IHK für Oberfranken Bayreuth die Persönlichkeiten, die mit den IHK-Wahlen in diesem Jahr aus dem Präsidium, als Mitglied oder Ehrenmitglied der IHK-Vollversammlung ausgeschieden waren. Etliche von ihnen hatten sich zum Teil über Jahrzehnte hinweg ehrenamtlich für den Wirtschaftsraum Oberfranken eingesetzt.

Unentgeltlicher Einsatz

In seiner Begrüßung begab sich IHK-Präsident Waasner auf Spurensuche: „Warum eigentlich engagieren sich Unternehmerinnen und Unternehmer im Ehrenamt bei der Industrie- und Handelskammer?“ Finanzielle Gründe könnten es nicht sein – denn das Engagement bei der IHK sei ein reines, unentgeltliches Ehrenamt. „Ehrenamt pur eben.“

Ist es der Einfluss? Zwar berate, sagte Waasner, die IHK für Oberfranken Bayreuth Politik und Verwaltung bei Wirtschaftsfragen, daraus leite sich aber kein Einfluss des Einzelnen ab. „Aber mit der geballten Fachexpertise der Ehrenamtlichen können wir als IHK die Anliegen unserer Mitglieder in die politische Diskussion einbringen und dort etwas erreichen“, so der IHK-Präsident abschließend.

Jahrelang im IHK-Vorstand

Laura Krainz-Leupoldt von Pema Vollkorn-Spezialitäten Heinrich Leupoldt KG in Weißenstadt war 2007 erstmals ins IHK-Gremium gewählt worden. Von 2007 bis 2013 war sie stellvertretende Vorsitzende und ab 2013 Vorsitzende des IHK-Gremiums. Seit 2007 war sie außerdem Mitglied in der Vollversammlung der IHK für Oberfranken Bayreuth, von 2013 an auch Vizepräsidentin der IHK für Oberfranken Bayreuth. Seit April 2022 ist sie Ehrenmitglied der Vollversammlung.

Horst-Otto Küspert von der KRP GmbH & Co. KG in Marktredwitz war sogar schon seit 1999 Mitglied im IHK-Gremium Marktredwitz-Selb, seit 2012 fungierte er als dessen stellvertretender Vorsitzender. Mitglied in der IHK-Vollversammlung war er seit 2012. Beide scheidende Mitglieder wurden von IHK-Präsident Waasner im Rahmen des Festaktes im Kaisersaal auf Kloster Banz feierlich verabschiedet.

Schutz vor Cybercrime

In seinem Festvortrag ging Generalstaatsanwalt Wolfgang Gründler dann auf das Thema „Cybersicherheit“ ein. Die Zentralstelle Cybercrime Bayern ist demnach bayernweit für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität zuständig. Die Stelle schalte sich etwa bei Angriffen auf Unternehmen oder Wirtschaftszweige oder im Bereich der organisierten Cyberkriminalität ein.

Auf Kloster Banz skizzierte der Generalstaatsanwalt, wie sich Unternehmen schützen können, und gab praxisorientierte Tipps. Dank etlicher technisch und ermittlungstaktisch geschulter Spezialanwälte und IT-Forensiker stehen, wie er sagte, der Zentralstelle Cybercrime viele Möglichkeiten offen, die ein Unternehmen nicht hat. Zuletzt wurden, schloss er, jedes Jahr über 10.000 Ermittlungsverfahren eingeleitet. red

 

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