Die mutierte Corona-Variante B.1.351 des Coronavirus aus Südafrika ist erstmals in Deutschland nachgewiesen worden. Betroffen ist eine erkrankte Person aus dem Zollernalbkreis in Baden-Württemberg, wie mehrere Medien - unter anderem die Tagesschau - am Dienstagabend berichteten. 

Die Person sei mit ihrer Familie am 13. Dezember von einem längeren Aufenthalt in Südafrika zurückgekehrt, heißt es. Nach der Ankunft in Baden-Württemberg sei die Familie pflichtgemäß in Quarantäne gegangen, erklärte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart gegenüber der ARD. 

Ein erster Test nach fünf Tagen sei bei allen Familienmitgliedern negativ ausgefallen. In der folgenden Woche hätten aber einige von ihnen milde Krankheitssymptome entwickelt. Zwischenzeitlich seien Corona-Infektionen bei sechs Personen aus drei Haushalten nachgewiesen worden, hieß es seitens des Sozialministeriums.

Am 18. Dezember hatte die südafrikanische Regierung von einer neuen Virusvariante berichtet, die sich rasch in dem Land ausbreitet. Auch in Großbritannien und Irland breitet sich derzeit eine hochansteckende Mutation des Coronavirus aus, allerdings eine andere. 

Die Variante aus Südafrika scheint zwar nicht für schwerere Verläufe von Covid-19 zu sorgen, doch gilt wie die Mutation aus Großbritannien als potentiell ansteckender als der in Deutschland verbreitete Erreger. Die aus Großbritannien stammende Virusvariante B.1.1.7 war bereits an Heiligabend in Deutschland nachgewiesen worden.