Würzburger Gericht wird wohl Akten aus Nürnberg beiziehen
Statt Zeugenschutz bekam Mario F. einen Prozess, der nach Überzeugung von Verteidiger Schmidtgall manipuliert und "nicht rechtsstaatlich" war. Mario F. hatte 2012 und 2013 vor dem Würzburger Landgericht den V-Mann-Hintergrund als Erklärung für seine Taten preisgegeben. Dass er jedoch explizit beauftragt worden sein könnte, konnte das Gericht damals nicht überprüfen. Innenstaatssekretär Gerhard Eck hatte für das LKA eine Sperrerklärung abgegeben - die geheimen V-Mann-Akten wurden nicht freigegeben.
Mit den Ermittlungen gegen die LKA-Beamten ist nun ein Großteil der Unterlagen verfügbar. Der Vorsitzende der 8. Strafkammer, Konrad Döpfner, deutete auf die Beweisanträge hin an, dass das Gericht die Ermittlungsakten gegen die LKA-Beamten anfordern werde.
Der Prozess wird fortgesetzt.
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