„Unverzichtbar für Bayreuth“ Stadtbad: Auch BG gegen Schließung

Das Stadtbad in Bayreuth. Foto:  

Nun hat sich auch die Bayreuther Gemeinschaft (BG) gegen ein mögliches Aus für das Stadtbad ausgesprochen. Sie verweist auf die Wichtigkeit für das Schulschwimmen und die gute technische Ausstattung.

„Das Stadtbad ist für Bayreuth unverzichtbar.“ Die Bayreuther Gemeinschaft (BG) setzt sich daher für dessen Erhalt ein und wendet sich  gegen seine Schließung. Auch die CSU-Politikerin Silke Launert hat Zweifel am möglichen Aus.

Die  BG  bezog sich  auf Berichte des Kuriers,  wonach es  Überlegungen zum Abriss des historischen Stadtbads gibt, um das Heizkraftwerk an der Kolpingstraße zu erweitern.  Doch das Stadtbad sei  eine Bayreuther Institution mit fast 100-jähriger Geschichte „und verströmt baulich den Charme der 1920er Jahre.“ Es sei  in den 1990er Jahren umfassend saniert worden und verfüge  daher hinter seiner historischen Fassade über eine aktuelle technische Ausstattung. Neben dem Schulschwimmen werde  das Stadtbad häufig von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen genutzt, viele davon mit Migrationshintergrund. Auch viele Organisationen nutzten das Stadtbad für ihr Schwimmtraining, unter anderem die Deutsche-Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG),  der Versehrtensport, das Muslima-Schwimmen  und die Rettungskräfte.

Die BG  sprach sich   ausdrücklich für eine Umstellung der Fernwärmeversorgung von fossilen Brennstoffen auf eine klimaneutrale Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien aus. Doch die  aktuelle Energiekrise, der Klimawandel und eine offenbar gute Förderkulisse dürften nicht  als Vorwand genutzt werden, um das Stadtbad zu schließen und seine historische Bausubstanz aus dem Stadtbild zu streichen.

Auch die  Bayreuther Bundestagsabgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende  Silke Launert hat sich zu Wort gemeldet. „Das Stadtbad ist besonders. Die Lage ist sehr gut, es ist ein Bad zum Schwimmen(lernen) und das mit wahrhaft historischem Charme! Deshalb war ich zunächst sprachlos, als ich hörte, dass es möglicherweise weichen soll“, schrieb sie. Doch wolle sie sich  nicht voreilig festlegen und stellte  folgende Fragen:  Gibt es  kein alternatives Grundstück beziehungsweise die Möglichkeit einer besseren Fernwärme für Bayreuth?  Wie hoch genau sind die Einsparungen von CO2 und Finanzen?  Wie sähe eine Lösung für die Kinder aus? Sie sei  gespannt auf die Informationen, die  Diskussion habe  gerade erst begonnen.

Auch die DLRG und die Wasserwacht  hatten sich bereits gegen eine Schließung ausgesprochen. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke wird sich am Donnerstag, 23. Juni, in einer nichtöffentlichen Sitzung mit dem Thema beschäftigen. 

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