Unternehmen Salzgitter verkauft Tochter Mannesmann Stainless Tubes

Röhren der Salzgitter Mannesmann Röhrenwerke werden in Mülheim sortiert. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Die Zerschlagung des Mannesmann-Konzerns durch Vodafone brachte dessen Röhrengeschäft vor 24 Jahren zur Salzgitter AG. Jetzt trennen sich die Niedersachsen von einem Teil des damaligen Zukaufs.

 
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Salzgitter/Mülheim - Der Stahlkonzern Salzgitter verkauft seine Tochter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe (MST) mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Der Hersteller von nahtlosen Edelstahl- und Nickelbasisrohren geht für einen Preis von 135 Millionen Euro an die italienische Cogne Acciai Speciali, wie Salzgitter am Dienstag mitteilte. Die Transaktion stehe noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Behörden.

"Cogne bietet MST und seinen Mitarbeitenden im neuen Verbund weitere unternehmerische Möglichkeiten und ist ein renommierter industrieller Partner", sagte Salzgitter-Finanzvorstand Burkhard Becker laut Mitteilung. Cogne stellt verschiedene Metalle unter anderem für die Autoindustrie und die Energiewirtschaft her. Salzgitter setze mit dem MST-Verkauf sein Portfoliomanagement fort - dazu gehöre auch der Verkauf von Gesellschaften, die nicht zu den definierten Entwicklungsfeldern gehören, hieß es weiter.

MST war im Jahr 2000 zusammen mit den Mannesmannröhren-Werken zur Salzgitter AG gekommen. Der Mannesmann-Konzern war damals durch das britische Telekommunikationsunternehmen Vodafone übernommen und anschließend zerschlagen worden. MST hat eigenen Angaben zufolge rund 1000 Beschäftigte weltweit, davon 260 an den beiden deutschen Standorte Remscheid und Mülheim in Nordrhein-Westfalen. Weitere Standorte gibt es in Frankreich, Italien und den USA.

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