Bedingt durch staatlich verordnete Lockdowns in wichtigen KSB-Produktionsländern, Zurückhaltung der Kunden bei Neuinvestitionen und verschobenen Service-Aufträgen sind Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen, meldet das Unternehmen. Allerdings seien die Standorte in Deutschland dank des längerfristig laufenden Projektgeschäfts gut ausgelastet. Kurzarbeit gebe es bis auf wenige Ausnahmen im Servicebereich bislang nicht.

Der Umsatz ging im ersten Halbjahr gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 93 Millionen Euro oder 8,1 Prozent auf 1,049 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (Ebit) fiel zwar positiv aus, sank aber von 45 Millionen auf 15 Millionen Euro. Darin enthalten seien negative Einflüsse aus dem Verkauf von vier französischen Servicegesellschaften, heißt es.

Unter dem Strich habe unter anderem eine Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern letztlich aber zu einem Halbjahresverlust von 28 Millionen Euro geführt. Zugleich habe man die Nettofinanzposition im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 55 Millionen auf 219 Millionen Euro verbessert.

„Es ist uns gelungen, das Unternehmen operativ gut durch die von der Corona-Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise zu führen“, wird Stephan Timmermann, Sprecher der Geschäftsleitung, zitiert: „Durch unseren hohen Auftragsbestand, unseren internationalen Produktionsverbund und frühzeitig initiierte Kostensenkungsmaßnahmen waren wir in der Lage, unsere Lieferfähigkeit zu sichern und den Rückgang des operativen Ergebnisses abzufedern. Dieses Maßnahmenpaket werden wir entsprechend der wirtschaftlichen Entwicklung nachschärfen.“

Beim Blick in die Zukunft fallen deutliche Rückgänge beim Auftragseingang auf, die aber im Vergleich noch halbwegs moderat ausfallen. So gingen im ersten Halbjahr neue Aufträge für 1,113 Milliarden Euro ein, 194 Millionen Euro oder 14,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Im größten Segment Pumpen lag der Rückgang bei 14,3 Prozent auf 743 Millionen Euro, bei den Armaturen betrug das Minus 16 Prozent auf 171 Millionen Euro und im Servicegeschäft 15,8 Prozent auf 198 Millionen Euro.