Untere Rotmainaue 31 neue Wohnungen für Bayreuth

In der Unteren Rotmainaue war Spatenstich für neue 2-4-Zimmer-Wohnungen. Wegen schwieriger Rahmenbedingungen seien höhere Mieten als bei der Gewog üblich unvermeidbar.

Der Spatensich für das neue Wohnprojekt der Gewog in der Unteren Rotmainaue in Bayreuth fand am Mittwoch statt. Foto: Gewog

Mit einem feierlichen Spatenstich hat die Gewog in Bayreuth am Mittwoch den Startschuss für ein Bauprojekt gegeben. In der Unteren Rotmainaue 10/12 werden insgesamt 31 neue Wohnungen mit insgesamt 2.500 Quadratmetern entstehen, heißt es in einer Mitteilung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft. Die Gewog investiert dafür rund 12 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Herbst 2027 vorgesehen.

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Mit den Neubauten wird die Entwicklung des Wohngebiets Untere Rotmainaue fortgesetzt. Die Wohnungen seien energieeffizient, mit geräumigen Balkonen, Mietergärten und Terrassen, die den Blick in die Mainauen öffnen. Die 2- 4-Zimmer-Wohnungen böten viel Platz, hätten eine hochwertige Ausstattung und technischen Finessen wie eine Videosprechanlage.

„Ökologie ist wesentlicher Bestandteil des Projekts und zeigt sich in der monolithischen Bauweise (die den Verzicht auf schwer recyclebare Dämm-Materialien ermöglicht), der Beheizung über ein eigenes Nahwärmenetz mit nachwachsenden Rohstoffen (Holzpellets), extensiver Dachbegrünung und der Nutzung regenerativer Energie durch dachaufgesetzte Photovoltaikanlagen – so wird der umwelt- und ressourcenschonende Energiestandard KfW 40 EE erreicht“, heißt es in der Mitteilung.

Niedrige Strompreise wegen PV-Anlagen

Darüberhinaus würden die künftigen Bewohner auch finanziell von der ökologischen Ausrichtung profitieren: Die von den PV-Anlagen gewonnene Energie sorgt dank eines Mieterstrommodells für preisgünstigen Strom. Alle 31 Wohnungen werden barrierefrei errichtet.

Oberbürgermeister Thomas Ebersberger betonte beim Spatenstich die Bedeutung des Projekts für die gesamte Stadtentwicklung: „Der heutige Spatenstich ist mehr als ein symbolischer Akt – er ist ein sichtbares Zeichen für die Entwicklungskraft unserer Stadt. Ohne ausreichenden und vielfältigen Wohnraum ist eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung nicht möglich. Projekte wie dieses zeigen, dass wir die richtigen Weichen stellen: Für ein Bayreuth, das wächst, attraktiv bleibt und den Bürgerinnen und Bürgern bezahlbaren Wohnraum bieten kann.“

Gewog-Geschäftsführer: „Stärker an marktüblichen Mieten orientiert“

Auf die schwierige Situation beim Wohnungsbau wies Gewog-Geschäftsführer Jürgen Kastner hin: Hohe und weiter steigende Baukosten, ein im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit hohes Zinsniveau und das Ausbleiben staatlicher Förderungen machten es nicht leicht, Wohnungsbau in dieser Größenordnung auf den Weg zu bringen.

Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen sehe sich die Gewog jedoch gezwungen, sich stärker an marktüblichen Mietpreisen zu orientieren. „Das ist kein leichter Schritt für uns, da dies den Grundsätzen des sozialverträglichen Wohnungsbaus eigentlich widerspricht. Jedoch wäre die einzige Alternative das Nichtbauen gewesen, was für uns die deutlich schlechtere Option dargestellt hätte“, betont Kastner.

Weitere Bauvorhaben sind bereits in Planung – abhängig von den jeweiligen Förderbedingungen auch wieder mit Mietpreisen, welche unterhalb des privaten Wohnungsmarktes liegen. Kastner unterstrich, dass der Auftrag der Gewog weiterhin eindeutig sei: Wohnraum für Bayreuth zu schaffen – bezahlbar, nachhaltig und zukunftsorientiert.