Die Schüler sind nach den Ferien ganz normal in der Schule gewesen, sagt eine Schülerin (19) auf Anfrage des Kuriers. Erst nach der Pause am zweiten Schultag, also am Dienstag, 10. November, habe der Rektor die Schüler informiert, dass es einen positiven Fall in ihren Reihen gebe. Er habe alle nach Hause geschickt, sie sollten sich um einen Test kümmern, gab ihnen Nummern von Teststationen mit. Erst wenn alle ein negatives Test-Ergebnis hätten, dürften sie wiederkommen.

Das Gesundheitsamt Bayreuth rief gleich am Dienstagnachmittag, 10. November, einige Schüler einzeln an. „Das war komisch“, sagt die Schülerin, die anonym bleiben möchte. Eine Woche sei also vergangen, alle seien bei Familien und Freunden gewesen. Sie hätten viele anstecken können. „Wenn man überlegt, welches Ausmaß das hätte annehmen können“, sagt sie.

Erst an dem Dienstag also nach den Ferien haben alle erfahren, dass eine Mitschülerin längst positiv war. Diese war nämlich schon am Samstag, am 31. Oktober, zum Schnelltest gegangen – mit positivem Ergebnis. Nach Informationen des Kuriers hatte sie keine Symptome. So spät informiert werden – das sollte nicht passieren, sagt die Schülerin.

Das Landratsamt Bayreuth bestätigt diesen Ablauf. „Die am 31. Oktober positiv getestete Schülerin wohnt im Landkreis Nürnberger Land“, sagt Karen Görner-Gütling, Pressesprecherin des Landratsamtes Bayreuth. Von dort aber habe das Gesundheitsamt Bayreuth „keine Information über den Fall“ erhalten. „Erst am Dienstag, 10. November,“ habe die Schule das Gesundheitsamt über den positiven Fall informiert. Wieso Schule und Schüler nicht schon früher informiert wurde, steht nicht fest. Schulleiter Christian Länger war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Auch das Staatliche Gesundheitsamt des Landratsamtes Nürnberger Land nicht.